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"Man muß das Wahre immer wiederholen,
weil auch der Irrtum um uns herum
immer wieder gepredigt wird.
Und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse."

Johann Wolfgang von Goethe


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The WTC Conspiracy

Mathias Bröckers 13.09.2001
Verschwörungstheoretische Anmerkungen zu einem Terroranschlag

Da es der 11.9.2001 war - Quersumme 23! - ist für Verschwörungstheoretiker der Fall eigentlich klar. Seit die Roman-Trilogie "Illuminatus" von Bob Shea und Robert Anton Wilson Mitte der 70er Jahren auf die absurde Beziehung der Zahl 23 mit verschwörerischen Phänomenen hinwies, ist die 23 gleichsam das Signum der Illuminaten, der geheimen Weltverschwörer.

Wer die nun genau sind, darüber geben die gängigen Verschwörungstheorien sich nahtlos widersprechend eindeutig Auskunft. Da zieht sich zum Beispiel eine Linie von ägyptischen Mystikern über den Salomonischen Tempel in Jerusalem, die Ritter des Templerordens und ihren multinationalen Bankkonzern im 12. Jahrhundert sowie diversen Freimaurerlogen der Renaissance bis zum heutigen "Rothschild-Clan" - oder von den assasinischen Mordkommandos des "Alten vom Berge" über die gralssuchenden Katharer, den okkulten Thule-Orden als Vorläufer der Nazis bis zum aktuellen "Rockefeller-Mob" und seinen Organen CIA und Mafia.
Dass in keiner Nachricht über den Terroranschlag erwähnt wird, wem denn das "World Trade Center" eigentlich gehört - Rockefeller - und dass darauf sofort England ein Flugverbot über der Londoner City - dem Rothschild-Finanzzentrum - erlässt, ist für den
Verschwörungstheoretiker natürlich bezeichnend. Und dass ein ehemaliger Spezi der CIA und Vetter von Bushs Saudi-Geschäftspartner Scheich Salim, der in Afghanistan gegen die Sowjets aufgebaute Usama Ibn Ladin, jetzt als Oberschurke für den Angriff verantwortlich gemacht wird, passt ins Bild.
Hatten sie nicht schon Hitler erst mit Geld von Standard-Oil und DuPont gepusht, und dann abserviert und Europa neu geordnet? Wurde nicht ausgerechnet der Großvater des amtierenden Präsidenten, der Großbanker Prescott Bush, noch 1942 wegen Geschäften mit
Hitlerdeutschland angeklagt und verurteilt? Lief es im Golfkrieg gegen Saddam, dem "Wiedergänger Hitlers" , nicht nach demselben Muster ab, wobei er erst gegen Iran aufgebaut, dann zwangsweise abgerüstet und als geopolitische Schachfigur weiter installiert blieb, um den Einfluss des "Mobs" auf den Nahen Osten (und den Ölpreis) - von Papa Bush "Neue Weltordnung" genannt - zu garantieren? Ließ man zuvor Khomeini in aller Gemütsruhe von Paris aus den ersten radikal-islamischen Gottesstaat installieren, weil man seine Ideologie nicht kannte - oder ging es um die persischen Ölquellen, die der Schah nicht freiwillig drosseln wollte? Sind nicht alle militant-islamischen "Schurken" von ähnlichem, hausgemachten Kaliber? Schauten Pentagon und WTC dem israelischen Bruch des Völker- und Menschenrechts in Palästina nicht jahrelang ungerührt zu? Wusste nicht schon der erste Kriegstheoretiker Sun Tze vor über 2000 Jahren, dass man einen Gegner nie soweit in die Enge treiben darf, dass ihm nur noch Selbstmord-Attentate bleiben, gegen die es keinerlei Verteidigung gibt? Während das Pulverfass im Nahen Osten seit einem Jahr zündelt, und die Local Trade Center in Palästina nach und nach von Raketen zerlegt werden, macht Rockefeller-Mann Bush seelenruhig vier Wochen Urlaub - und wundert sich jetzt, dass verzweifelte Kamikaze-Krieger zurückschlagen und eine Katastrophe auslösen? Damals, in Pearl Harbour, als man schon drei Wochen vorher vor einem Großangriff der Japaner gewarnt war, ließ man sie "heimtückisch" angreifen, um in Hiroshima die (für den Ausgang des Krieges völlig unbedeutende) Atombombe auszuprobieren. Wie kann da jetzt, fragt sich der Verschwörungstheoretiker, drei Monate nach der aus Ägypten kommenden Warnung vor einem Großanschlag die logistische Meisterleistung gelingen, vier Flugzeuge gleichzeitig zu entführen und unentdeckt zu den Anschlagszielen zu fliegen? Passagiere konnten aus den entführten Maschinen mit ihren Angehörigen telefonieren - aber Flugsicherung und Militär, deren weltweiten Schnüffelsystemen kein Furz eines indischen Reisbauers entgeht, haben nichts mitbekommen? Und das über ihrer eigenen Zentrale im Pentagon? Dieser Skandal wird merkwürdigerweise mit keiner Silbe thematisiert, während ein Dutzend jubelnder palästinensische Kids zur world wide news werden. Als Bush die Nachricht in einer Schule erreicht, bleibt er merkwürdig ungerührt, auch bei seinem ersten Statement keine Sorgenfalten, kein wirkliches Entsetzen. Vielleicht, weil die "Schurken" den verabredeten Zeitpunktpunkt eingehalten hatten: vor 9 Uhr sind im WTC keine wichtigen Banker und keine Besuchermassen, sondern nur das "Fußvolk" anwesend. Ein unvermeidlicher "Kolateralschaden" also, wie man Zivilistenopfer seit der Bombardierung Bagdads zu nennen pflegt. Ob es tatsächlich ein Motiv für das Unvorstellbare, eine inszenierte Katastrophe wie in Pearl Harbour gibt, werden die nächsten Aktionen der Weltordnungsmacht bald zeigen.

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Usama Ibn Ladin

Mathias Bröckers 14.09.2001
The WTC Conspiracy II

Der Verdacht, dass Usama Ibn Ladin hinter dem Anschlag steckt, "verdichtet sich", jedenfalls laut Agenturberichten. Irgendeinen konkreten Beweis hat freilich noch niemand vorgelegt Der "Geheimdienst", so meldet NBC am Mittwoch, habe angeblich das Telefonat zweier seiner "Anhänger" abgehört, die über die gelungene Operation gesprochen hätten. Nun denn ...

Wir hatten gestern schon angedeutet, dass es sich bei dem mysteriösen Bin Laden um einen alten Spezi der CIA handelt - und was die Geschäfte des saudischen Ladin-Clans betrifft, der einen der größten Baukonzerne in Nahost betreibt, braucht man eigentlich nur bei George W. Bush persönlich nachzufragen. Das Startkapital für seine erste Öl-Explorations-Firma kam 1979 von seinem Nachbarn und Fliegerkameraden bei der "National Air Unit", James R. Bath, der als Repräsentant zweier saudischer Multi-Millionäre ein Vermögen gemacht hatte: Khalid Ibn Mahfouz und Salim Ibn Ladin, den Cousin und Mentor von Usama. Mahfouz wurde wegen seiner Schlüsselrolle im BCCI-Bankenskandal 1991 zu 225 Millionen Dollar Strafe verurteilt - die Bank hatte als Geldwaschanlage für Drogenhandel ebenso gedient wie als

Transaktionskanal für Geheimdienstgelder im Iran-Contra-Deal. Da Sheik Salim Ibn Ladin bei der Operation "October Surprise" - einem Geheimtreffen von US-Republikanern und iranischen Fundamentalisten, um die in der Teheraner Botschaft gefangenen US-Geiseln noch über den Wahltermin hinaus festzuhalten, was Carter um die Wiederwahl und Reagan ans Ruder brachte - als Vermittler gute Dienste geleistet hatte, wurde 1980 auch sein junger Vetter Usama vom Geheimdienst akquiriert. Sein Auftrag: die Mudschahedin in Afghanistan zu einem schlagkräftigen Heer gegen die Sowjets aufzurüsten.
Wie man zuvor Khomeini - um die persischen Ölquellen, die der Schah nicht freiwillig drosseln wollte, in den Griff zu bekommen - in aller Gemütsruhe von Paris aus den ersten radikal-islamischen Gottesstaat installieren ließ, obwohl man seine Ideologie kannte, akquirierte jetzt der junge Usama mit Koffern voller BCCI-Dollars und "Jihad"-Parolen Söldner für den heiligen Krieg - um die Sowjets aus Kabul zu vertreiben. Als dies 1988 erfolgreich war, stürzte Sheik Salim unter mysteriösen Umständen mit eben jener Maschine über Texas ab, die er schon für die geheimen Geiselverhandlungen mit den Iranern zur Verfügung gestellt hatte.
Und Usama? Folgt man der Ultra-Verschwörungstheorie des Ex-Trotzkisten und Neo-Faschisten Lyndon La Rouche, wird Usama bin Ladin seitdem nur noch vom britischen Geheimdienst gesteuert, als Zahlmeister diverser "islamischer" Terrorgruppen, die in Nordafrika und Nahost den Zielen britischer Geopolitik dienen. Nach dieser Logik hätte also das perfide Albion, der in London stationierte "Rothschild-Clan", der Konkurrenz um die Weltherrschaft, dem "Rockefeller-Mob", ziemlich eins ausgewischt - doch an einem kommenden Krieg zwischen christlicher und islamischer Welt verdienen ja dann wieder beide ... Ibn Ladin soll seine ominösen Millionen übrigens nicht unter einem afghanischen Feldbett, sondern in Londoner Immobilien und texanischen Ölaktien angelegt haben.

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Überraschung durch hausgemachte Schurken

Matthias Bröckers 15.09.2001
The WTC Conspiracy III

Am 25. November 1941 notierte der US-Verteidigungsminister Henry Stimson nach einer Unterhaltung mit Präsident Roosevelt über die Japaner in sein Tagebuch: "Die Frage war, wie man sie in eine Position manövrieren könnte, in der sie den ersten Schuss abgeben würden, ohne dass uns allzuviel passiert... es war wünschenswert, sicherzustellen, dass die Japaner dies wären, (die den ersten Schus abgeben), so dass niemand auch nur den geringsten Zweifel haben könnte, wer der Aggressor war."

Keine zwei Wochen später war es dann soweit. Schon 1932 und 1938 war der Stützpunkt zweimal bei Marineübungen "überfallen" worden - einmal von 152 Flugzeugen - und jedes Mal war die Verteidigung völlig überfordert. Deshalb galt Pearl Harbour als besonders verwundbarer Marinehafen. Als Roosevelt befahl, die Flotte von der Westküste dorthin zu verlegen, protestierte der amtierende Admiral Richardson dagegen und weigerte sich schließlich sogar, den Befehl auszuführen. Er wurde durch Admiral Kimmel ersetzt - den man nach dem japanischen Angriff wegen Nachlässigkeit vor einen Untersuchungsausschuss brachte. Er wurde freigesprochen, als bekannt wurde, dass man ihm 188 entschlüsselte japanische Nachrichte vorenthalten hatte, aus denen der bevorstehenden Angriff samt Datum und Uhrzeit hervorging. Auch holländische, britische und russische Nachrichtendienste hatten vor einem bevorstehenden Angriff gewarnt - doch auch diese Meldung waren von den Geheimdiensten in Washington zurückgehalten worden. Als zwei der zwischen 1920 und 1940 angesehensten Historiker der USA - die Professoren Charles Beard und Harry Elmer Barnes - die offizielle Regierungsversion daraufhin ablehnten, wurden sie als Spinner und Verrückte denunziert und aus dem Lehrbetrieb entfernt.
Der "Überraschungsangriff" steht seitdem in jedem Lexikon (siehe dazu auch Harry Elmer Barnes : Pearl Harbor After a Quarter of a Century).
Am 25.Juli 1990 überbrachte die US-Botschafterin in Irak, April Glaspie, eine Botschaft des Weißen Hauses an Saddam Hussein: Präsident Bush wünsche, die Beziehungen zu Irak "auszubauen und zu vertiefen". Weiter hieß es: "Wir haben zu innerarabischen Differenzen wie auch zu Ihren Auseinandersetzungen mit Kuweit nicht viel zu sagen. Wir alle sind davon überzeugt, dass sie das Problem bald lösen werden."
Natürlich war Saddams Truppenaufmarsch in den Wochen zuvor genau registriert worden. Dass eine Invasion Kuwaits unmittelbar bevorstand, war offensichtlich... jedoch war auch hier beabsichtigt, ihn zum "ersten Schuss" einzuladen. Sonst hätte man bei der anschließenden Bombardierung Iraks (100.000 Tote) am Ende ja als Aggressor dagestanden - und statt als treuer Schäferhund der "Zivilisation" als bissiger Pittbull eigener Macht- und Öl-Interessen. So wie ohne Pearl Harbour schon Hiroshima und Nagasaki nicht als Verteidigung der Zivilisation durchgegangen wären, sondern als mörderischer Waffentest und Terroranschlag.
Wenn wundert es da noch, dass bei "Überraschungsangriffen" allerhöchstes Misstrauen angesagt ist. Nach den Japanern und Saddam ist jetzt Usama Ibn Laden aus dem Überraschungsei geschlüpft - ein neuer, hausgemachter Schurke.

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Don't trust authorities ! Think for yourself !

Mathias Bröckers 16.09.2001
The WTC Conspiracy IV

Die Journalistin und Anwältin Barbara Olsen, konservative Kommentatorin bei CNN, zählt zu den Opfern der auf das Pentagon gestürzten Maschine. Sie konnte vor dem Absturz zwei Mal mit ihrem Mann Ted telefonieren, einem hohen Justizbeamten der Bush-Regierung. Sie teilte ihm unter anderem mit, dass das Flugzeug auf das Pentagon zusteuere. Sie äußerte sich aber nicht über die Nationalität oder Hautfarbe der Entführer. Merkwürdig?

Was wäre die normale Reaktion einer weißen, blonden Frau, einer geschulten Beobachterin und Journalistin aus konservativem Umfeld, wenn Farbige, Araber oder fremdsprachige Menschen ihr Flugzeug gekidnappt haben und sie hektisch ein Notfall-Telefonat führt? Würde sie diese wichtige Nachricht nicht mit einem Wort erwähnen ? Oder andersherum: Kann man aus der Nichterwähnung von "browns" nicht den Schluss ziehen, dass es sich um "normale", akzentfrei sprechende Weiße gehandelt haben muss ?
Die faschistischen Milizen in den USA jedenfalls haben mit dem Oklahoma-Anschlag bewiesen, dass sie im Kampf gegen das verhasste ZOG (Zionist Occupied Government) auch vor Massenmord nicht zurückschrecken. Ihren radikalen Antisemitismus teilen sie mit den Terrorkommandos eines Ibn Ladin. Doch scheint es von den ersten Minuten des Anschlags völlig ausgemachte Sache zu sein, dass die Täter im muslimischen Umfeld zu suchen sind - so wie es vor 20 Jahren automatisch die "Russen" gewesen wären. Jetzt entdecken die bis dato tiefschlafenden NSA, CIA und FBI einen verdächtigen Araber nach dem anderen, darunter den angeblichen "Terrorpiloten". Das "typische" Bild, das von ihm veröffentlicht wird, verstärkt den Verdacht, dass es Frau Olsen eine Erwähnung wert gewesen wäre ... Fragen nach einem Motiv sollten immer ganz niedrig ansetzen. Wer profitiert eigentlich von dem andauernden Konflikt von Muslims, Juden und Christen im Nahen Osten? Wer hat die "radikal-islamischen" Bösewichter wie Ibn Ladin oder Saddam Hussein mit vielen Milliarden, Waffen und Terror-Know-How aufgebaut? Wer hat, durch die Stützung von menschenrechtsverachtenden Feudalregimen wie in Saudi-Arabien einerseits und gesetzeswidrigen israelischen Landnahmen andererseits, den militanten Widerstand der islamischen Welt permanent befördert? Wer muss sich als "Schutzmacht" unverzichtbar machen und deshalb Juden und Moslems gegeneinander hetzen? Wer weigert sich, die Kontrolle über die größten Ölvorkommen der Welt aufzugeben ? In 50 Jahren, wenn Öl machtpolitisch unbedeutend geworden ist, wird der Nahe Osten ein Paradies des Friedens, garantiert! Aber jetzt haben Banditen dem Sheriff den Stern weggeschossen & sein Pistolenhalfter in Brand gesetzt & die "Zivilisation" ist aufgerufen, einen Weltkrieg zu führen. Eigentlich aber sollte man den Sheriff wegen unverantwortlicher Außenpolitik absetzen, ihn samt seiner Truppen auf seine Ranch zurückbeordern und unter Aufsicht der UN in Jerusalem einen runden Tisch der jüdisch-christlich-islamischen Völker einberufen. Nur so hätte der Terror ein Ende.

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Die netten Hurensöhne der USA: Hitler - Saddam - Bin Laden

Mathias Bröckers 17.09.2001
The WTC Conspiracy V

Auf den jüdisch-christlich-islamischen runden Tisch in Jerusalem samt Abzug der US-Truppen aus Nahosten, den wir in der letzten Folge gefordert hatten, meinte Freund S. "Das ist doch geopolitische Naivität, mal wieder typische Anarcho-Hippie-Gutmenschen-Romantik. Da wiederholt sich Babylon - und du Blödkopf glaubst immer noch an Fortschritt. Es ist doch ganz klar: solange unsere Technologie am Öl hängt, können wir die Kontrolle nicht den Kameltreibern überlassen, wie Kissinger sich auszudrücken pflegte. Also überleg dir gut, wie weit du mit deinem Anti-Amerikanismus gehst."

Letzteres weise ich sofort aufs Schärfste zurück und lobe die Höhepunkte der amerikanischen Kultur - Bob Dylan, Frank Zappa, "Manche mögens heiß", was S. allerdings nicht gelten lässt: "Die ersten zwei sind CounterCulture und Billy Wilder ist Deutscher". Egal: wenn Methoden und Folgen der US-Außenpolitik die Welt in einen Krieg treiben, muss scharfe Kritik erlaubt sein und vor allem ein skeptischer Blick, was wirklich dahinter steckt. Terror kommt nicht aus heiterem Himmel: die Ibn Ladins, Saddams, Hitlers sind keine Naturereignisse.
General Motors, in den 30ern kontrolliert von dem Chemieunternehmer und glühenden Nazi Irené DuPont, lieferte der deutschen Wehrmacht nicht nur das wichtigste Fahrzeug für ihren Blitzkrieg, den Opel Blitz, sondern zusammen mit Rockefellers Standard Oil auch den Sprit sowie Patente und Kapital für die IG Farben. George W. Bushs Urgroßvater und Großvater machten bis 1942 als Banker ein Vermögen mit Investitionen ins Dritte Reich (zur Bush-DuPont-Nazi-Connection). Coca Cola war selbstverständlich Großsponsor der Olympiade 1936. In seinem Buch "Facts & Faschism" (1943) listete der Autor George Seldon - eine Art Ralph Nader der 30er & 40er Jahre - eine ganze Phalanx hochrangiger US-Investoren auf, die massiv in Geschäfte mit den Nazis involviert waren. Auch Adolf war insofern einer dieser "netten Hurensöhne" der USA, was die Schuld seiner rasenden Mitläufer nicht geringer macht, aber die Dankbarkeit für die Befreier doch ein wenig relativiert - ohne ihr vorheriges Großinvestment in den Faschismus wäre die Befreiung vermutlich gar nicht nötig geworden. Das "Volk ohne Raum" hätte nämlich mangels Mobilität zuhause bleiben müssen.
Ganz ähnlich scheint die Lage bei der nunmehr anstehenden Befreiung der Welt vom Terrorismus. 6 Milliarden Dollar wurden laut CNN von den USA und den Saudis in Ibn Ladins Söldnertruppe investiert, die CIA war in den 80ern Gastgeber der ersten "Dschihad-Weltkonferenz" in New York, in 38 US-Filialen akquirierte das "Büro im Dienst der Heiligen Krieger" ebensolche für den Kampf. Es ist keine Verschwörungstheorie, dass Konspiration, Gewalt und Terror verborgene, aber
selbstverständliche Mittel der US-Außenpolitik sind - fanatische Juden werden dafür ebenso instrumentalisiert wie fanatische Moslems. Die Geister aber, die die USA stets riefen, wenn es "amerikanische Interessen" zu wahren galt, haben jetzt auf grausame Art zurückgeschlagen. Höchste Zeit für Amerika, seine notorische Hurensohn-Politik zu überdenken.

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Primatenpolitik und Denkverbote

Mathias Bröckera 19.09.2001
The WTC Conspiracy VI

Vom Überraschungsangriff auf Kennedy wissen wir heute, dass die tags darauf präsentierten Täter und Hintergründe mit 99%-iger Sicherheit ein Fake waren. Bei der bereits erwähnten Pearl Harbor Überraschung ist es dasselbe, wie eine am Sonntag bei Phoenix ausgestrahlte BBC-Dokumentation noch einmal nachhaltig bestätigte. Dass bei der von Bush senior mit dem Golfkrieg eingeführten "Neuen Weltordnung" mehr im Spiel war als nur den netten Hurensohn Saddam wegen eines inszenierten "Überraschungsangriffs" zu entwaffnen, ist ebenfalls keine krause Phantasie - auch hier wurde die Weltöffentlichkeit getäuscht.

Das heißt nun für den WTC-Fall alles überhaupt nichts. Es kann durchaus alles so sein wie Bush junior und die Medien unisono behaupten: dass ein Kommando von arabischen Kamikaze-Attentätern gesteuert von Bin Laden diesen perversen Anschlag verübt hat. Solange es dafür aber keine stichhaltigen Beweise gibt, solange müssen Fragen nicht nur erlaubt sein, sie sind sogar erste Journalistenpflicht. Der Kollege Henryk Broder sieht das anders: er unterstellt mir in einem wütenden Radio-Kommentar und auf seiner Website ein "krankes Hirn", das nur noch von den "Protokollen der Weisen von Zion" und Holocaust-Leugner David Irving übertroffen würde. Schon im Golfkrieg gehörte Broder ja zu den journalistischen Jubelteutonen, der jeden Zweifel an der "Operation Wüstensturm" als anti-semitisch und anti-zivilisatorisch abmeierte. Dass nun dummerweise seine Kumpels vom CIA, und nicht etwa Arafat, in New York die erste Dshihad-Weltkonferenz veranstalteten und Milliarden in Ibn Ladins Laden pumpten, stellt da ein argumentatives Problem dar - weshalb jeder, der in diese Richtung recherchiert, als "krank" disqualifiziert werden muss. Ich habe Broder insofern mein Verständnis für seinen pathologischen Eifer mitgeteilt, und ihm empfohlen, doch für ein Rache-Bombardement von Mekka & Medina zu plädieren. Nach dem anschließenden Weltkrieg wäre mit der Hälfte der Menschheit mindestens auch die Hälfte aller Terroristen weg ...
Also: Warum hinterlassen solche Superterroristen arabische Flugunterlagen in Mietautos? Warum buchen sie Inlandsflüge - für die keine Ausweiskontrolle besteht - unter ihren wirklichen Namen? Warum bleiben Taschen am Flughafen hängen, die Abschiedsbriefe enthalten? Wer sollte diese Briefe lesen, wenn die Tasche mit in die Maschine gekommen wäre? Wenn es echte Abschiedsbriefe an Angehörige waren, warum wurden sie nicht vor dem Abflug einfach in den Briefkasten geworfen? Warum gibt es keinen Bekennerbrief? Wer fädelt eine solche Mega-Aktion ein, ohne sich danach zu bekennen? Warum gibt es, wie sonst bei jedem großen terroristischen Anschlag, keinerlei politische Forderungen, kein Statement, rein gar nichts? Wieso droht der mysteriöse Dr. No, der hinter diesem James-Bond-artigen Terror steckt, nicht mit einer Fortsetzung, setzt Ultimaten, übt Druck aus? Es gibt viele, viele offene Fragen - angefangen von der offenbaren "Operation Schlafmohn" der Geheimdienste und der Flugsicherung, die erst, als es knallte, aus ihrem Koma erwachten - und es ist viel zu früh, auf alle sofort eine Antwort zu verlangen. Aber gestellt müssen diese Fragen werden, und zwar jetzt. Nicht, um die unübersichtliche Komplexität der Lage auf eine simplifizierende Verschwörungstheorie zu reduzieren - eben darin übt sich ja gerade der Mainstream der Medien -, sondern im Gegenteil: um im Dienst der Wahrheitsfindung dumm machende Simplifizierungen und ihre gefährlichen Konsequenzen zu verhindern.
Ein frommer Wunsch, zugegeben. Im Ausnahmezustand, so wusste schon Carl Schmitt, Kronjurist & Machttheoretiker des Dritten Reichs, garantiert nur ein klarer Freund/Feind-Gegensatz Souveränität. Schon Affen zeigen den Reflex, bei Gewittern auf den nächsten Hügel zu rennen und drohende Gebärden gen Himmel zu richten - für die erste, kathartische Verarbeitung von Katastrophen ist scheinbar eine Art Sündenbock-Mechanismus in das Primatenhirn eingebaut.

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Sündenböcke, Menschenopfer und die neue Pax Americana

Mathias Bröckers 22.09.2001
The WTC Conspiracy VII

Da schon Schimpansenmännchen bei Blitz und Donner Hänge hinauf rennen, um mit Knüppeln in der Hand gegen den himmlischen Feind zu wüten, ist der irrationale Schrei nach Rache - 2/3 aller Amerikaner sind laut Umfragen für Krieg, obwohl sie nicht wissen gegen wen - verständlich, sozusagen ein genetischer Sündenbockreflex.

In der Frühgeschichte der Menschheit, die von Globalkatastrophen durch Kometeneinschläge und Sintfluten geprägt wurde, hat sich aus diesem Reflex die Kultur des Opfers entwickelt: Die von einem unsichtbaren Feind traumatisierten Überlebenden inszenierten die Katastrophe nach - wie Kinder, die ein übergroßes Schockerlebnis dadurch verarbeiten, dass sie es nachspielen und sich dabei zur bestimmenden, kontrollierenden Figur machen.
Da die Theorie rezenter Katastrophen, also die mittlerweile sehr gut belegte Hypothese, dass in den vergangenen ca. 12.000 Jahren schwere Einschläge von Himmelskörpern die Geschichte der Zivilisation entscheidend geprägt haben1 , noch keine allgemeine Anerkennung gefunden hat, ist auch diese Theorie des Opfers als
heilungsorientiertem Nachspielen traumatisierender Katastrophen, die Gunnar Heinsohn vorschlug, bisher noch eine akademische Randerscheinung geblieben2 .
In der revolutionären Neuerung der jüdischen Religion, auf blutige Opfer an die Kometengötter zu verzichten, liegt nach Heinsohn die eigentliche Wurzel des Antisemitismus. Die opferlose Synagoge war eine Provokation und schon der römische Autor Philostratus sieht im 2. Jahrhundert darin eine Art Verschwörung gegen den Rest der Welt: "Schon vor langer Zeit haben sich die Juden nicht nur gegen die Römer, sondern gegen die gesamte Menschheit erhoben. Sie leben in undurchdringlicher Absonderung und verweigern der übrigen Welt die Tischgemeinschaft. Von den Brandopfern, Gebeten und Dankopfern schließen sie sich aus. Auf uns wirken sie fremder als Susa und Bactra (persische "Exoten", mit denen Rom im Krieg lag, M.B.) und selbst das ferne Indien." Eben weil sie anders als alle Völker und Religionen das Brandopfer ablehnen, werden die Juden selbst, so Heinsohns These, zum bevorzugten Sündenbock und zum Opfer des Holocausts (= Brandopfer).
Mir kamen diese Überlegungen bei der Lektüre von Hans Magnus Enzensbergers Aufsatz in der FAZ vom 18.09.01 wieder in den Sinn, in denen er von der "Wiederkehr des Menschenopfers" in seiner globalisierten Form spricht. Anders als im Golfkrieg, als er noch unreflektiert gegen das Monster Saddam als "Wiedergänger Hitlers" hetzte, zeigt Enzensbergers Kommentar zum WTC-Fall wieder eine gewisse kritische Distanz, wobei er letztlich aber jeden Zweifel an der CNN-Version der Realität vom Tisch wischt:

"Es ist kein Zufall, dass im ersten Moment Zweifel an der Urheberschaft des Anschlags laut geworden sind. Im Internet wurde die rechtsradikale Szene der Vereinigten Staaten haftbar gemacht, andere sprachen von japanischen Terroristengruppen oder von irgendeinem zionistischen Geheimdienstkomplott. Wie immer in solchen Fällen schossen sofort alle möglichen Verschwörungstheorien ins Kraut. An solchen Interpretationen ist zu ermessen, wie ansteckend der Wahn der Täter ist. Sie enthalten jedoch einen wahren Kern, weil sie zeigen, wie austauschbar die Beweggründe sind. (..). Auch im Fall des New Yorker Massenmordes wird man sich fragen müssen, wie weit das islamistische Motiv trägt; jede beliebige andere Begründung hätte es auch getan."

Tatsächlich sind seit dem ersten Moment keinerlei ernsthafte Zweifel an der Urheberschaft angemeldet worden - und seit 19 arabisch klingende Namen aus den Passagierlisten der Todesflüge präsentiert wurden, tut es als Begründung einzig und allein das islamistische Motiv. Die Aufklärung des Falles ist in den Nachrichten völlig hinter seine Konsequenzen zurückgetreten. Ein Handvoll Biographien arabischer Musterstudenten und Hobbyflieger ist alles, was nach einer Woche globaler Großrecherche vorliegt - und die permanente Penetration dieser dürren "Beweiskette" reicht vollkommen aus, die Verschwörungstheorie unter der Chiffre "Ibn Ladin" global auf den Status einer Tatsache und somit in die Realität zu hieven. Die identitätsstiftende, stabilisierende, Ohnmacht und Trauma transformierende Funktion dieses Verschwörungs-Reflexes ist unübersehbar - und wie Phoenix erhebt sich mit der neuen "Pax Americana" aus dem Milliardengrab der dot.com-Pleite nicht die "old", sondern die "ancient economy": der militärisch-industrielle Komplex. Wenn der WTC-Fall keine Verschwörung war, kein zugelassener Überraschungsangriff wie Pearl Harbor, kein "neo-faschistischer" Putsch wie der Überraschungsmord an Kennedy, sondern tatsächlich eine völlig überraschende Kriegserklärung islamistischer Extremisten, dann hätte etwas Nützlicheres den Imperatoren in Washington zur Stabiliserung ihres Weltreichs nicht passieren können. Für die Pipelines in Osteuropa und Vorderasien, gegen den wachsenden Einfluss der EU, für die Ölvorräte im Nahen Osten, gegen den wachsenden Einfluss der "Kameltreiber" - wird dem Erdkreis unter dem Motto "Infinite Justice" nunmehr unendliche Gerechtigkeit zu teil werden

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Zero Evidence on Ground Zero

Mathias Bröckers 24.09.2001
The WTC Conspiracy VIII

Nicht erst seit der Emser Depesche - einem Telegramm des deutschen Kaisers aus der Kur in Bad Ems, das Bismarck manipulierte und verkürzt weitergab, um eine französische Kriegserklärung zu provozieren - ist der Fake ein strategisches Mittel. Da die Deutschen gewannen & der Eiserne Kanzler das Reich schmiedete, nahm man ihm den dirty trick hinterher nicht übel. So wie heute Henry Kissinger, den Johan Galtung zu recht als "Ibn Ladin Chiles" bezeichnet hat, kaum jemand noch übel nimmt, dass ihm im heiligen Krieg gegen den Kommunismus auch jedes terroristische Mittel recht war. Der Kapitalismus hat ja schließlich gewonnen. Wenn jetzt, 13 Tage nach dem WTC -Anschlag und ohme konkreten Beweis für die Täterschaft Ibn Ladins, ein manipulierter Fake zum Anlass eines neuen Kriegs wird, dürfte das hinterher auch niemand übel nehmen - sofern er denn gewonnen wird.

Hätten die WTC-Täter einen schweren Bankraub begangen, wären auf der Flucht alle zu Tode gekommen und die Polizei wollte mit den vorliegenden Beweisen - "Der Mann hasst einfach Banken und hatte vermutlich auch bei zwei Überfällen in Afrika die Finger im Spiel" - den vermeintlichen Bandenchef verhaften, sie würde wahrscheinlich nicht einmal von einem lokalen Richter einen Haftbefehl erreichen. Geschweige denn - bei derlei "zero evidence" - die Auslieferung aus einem anderen Land, in das sich der Boss abgesetzt hat.
Nun macht man sich nach Bushs martialischer, aber inhaltsleerer Rede - "Wer nicht für uns ist, ist für die Terroristen" - mit solch einer kritischen Anmerkung mittlerweile ja schon zum Taliban-Komplizen & Ibn-Ladin-Luder. Wer derzeit nicht sofort Gewehr bei Fuß
für "infinite justice" jubelt - in den deutschen Medien immer mit "grenzenlos" (unlimited) übersetzt, es heißt aber "unendlich" - wem also diese unendliche Gerechtigkeit Amerikas nicht ganz geheuer ist, kann nur noch Terrorist sein. Und doch bleibt festzuhalten, dass nach allen landläufigen Maßstäben von Gerechtigkeit die vorgelegten Indizien im WTC-Fall für eine Anklage Ladins nicht ausreichen - selbst für skrupellose Massenmörder sollte die Unschuldsvermutung bis zum Beweis ihrer Schuld gelten!
Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass Verschwörungstheorien ein machtvolles Manipulations- und Propagandainstrument darstellen: die unbewiesene Ibn-Ladin-Verschwörung steht kurz davor, zum Auslöser des 3. Weltkriegs zu werden. Dass mittlerweile selbst das FBI gemerkt hat, dass für diesen Anschlag weder große Mengen Geld, allenfalls 200.000 Dollar, noch gar Unterstützung eines Schurkenstaats notwendig waren, also im Prinzip jede verschworene, fanatische Terrorzelle diesen Anschlag hätte verüben können, spielt da schon gar keine Rolle mehr. Die Öffentlichkeit weiß - nach 13 Tagen CNN-Penetration - dass es Ibn Ladin war, und wenn nicht er, dann eben irgendein islamistisches "Terrornetzwerk". Ein solches, keine Frage, existiert , und dass es die USA und Israel zum Todfeind auserkoren hat, ist ebenfalls klar. Doch dass man ihm mit einem groß angelegten Krieg gegen Irak und Afghanistan begegnen kann, ist mehr als fraglich. Hier empfehlt sich dann schon eher die vom Mossad empfohlene Methode gezielter Mordkommandos gegen führende Köpfe, sowie der ebenfalls dieser Tage aus dem israelischen Verteidigungsministerium kommende Vorschlag, Selbstmord-Attentätern zur Abschreckung künftig mit der Ermordung ihrer Familien zu drohen. Nur tun sie einem in der Regel ja nicht den merkwürdigen Gefallen, unter ihren echten Namen Tickets zu buchen ...
Aber, und jetzt drehen wir den Spieß mal um, haben sie das vielleicht absichtlich getan, um als "Helden" eben doch nicht ganz unerkannt zu bleiben, vielleicht wurden sie wirklich vom Mastermind Ladin gesteuert und finanziert, der auch den Führer der afghanischen Nordallianz als potentiellen US-Verbündeten termingerecht eliminiert hat, und vielleicht warten weitere "Schläfer" darauf, in allen Metropolen der westlichen Welt Anschläge ähnlichen oder schlimmeren Kalibers zu starten, wenn der Westen seinen nächsten Zug unternommen hat. Da es sich um einen Musterschüler der CIA handelt, wissen die US-Geheimdienste mit wem sie es zu tun haben - und eben daraus resultiert die "Besonnenheit", nicht sofort blindwütig
zurückzubomben. Gegen die psychische Energie der Kamikaze-Waffe, über die der Gegner verfügt, helfen keine Panzer und Raketen - und doch werden sie jetzt aufgefahren und zum Einsatz kommen.
Es würde mich nicht wundern, wenn demnächst "Beweise" auftauchen, dass auch der Irak in die Sache verstrickt ist, Amerika also jetzt den Bestrafungsfeldzug nutzt, um sich mit weltweiter Solidarität an den öl-strategisch unverzichtbaren Punkten im Golf und Vorderasien für das nächste halbe Jahrhundert festzusetzen. Das Saudi-Regime (nach den Taliban so ziemlich der rückständigste Moslemstaat weltweit) wird wahrscheinlich alsbald durch eine moderatere Marionette ersetzt - die heiligen Stätten bleiben in Schussweite der US-Armee. Dass der Balkan dann im Sinne der anglo-amerikanischen Pipeline-Konsortien - und gegen die europäischen Elf-Fina-Interessen - gleich auch noch "befriedet" wird (siehe dazu: Die USA auf Kriegspfad in Mazedonien von Michel Chossudovsky) steht ebenfalls zu erwarten. Deshalb wird es wohl auch keinen gemeinsamen Solidaritäts-Feldzug geben, sondern wie im Golfkrieg nur eine englische Beteiligung geduldet. Eine starke, um den Balkan und Osteuropa erweiterte EU mit Paris und Berlin als Epizentren ist nicht im amerikanischen Interesse.
Falls dies alles so geschieht, sollte für die Geschichtsbücher schon jetzt festgehalten werden, dass einmal mehr ein Fake, ein manipuliertes, propagandistisch ausgeschlachtetes Ereignis, zum Anlass für ein weltgeschichtliches Ereignis wurde

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Skulls, Bones & Bush         SKuLL & Bone´s - info´s

Mathias Bröckers 26.09.2001
The WTC Conspiracy IX

Einer der Klassiker der modernen Konspirologie, die Veröffentlichungen des britischen Historikers Antony Sutton über den "Skull & Bones"-Geheimorden der Yale-University1 , verdient angesichts der aktuellen Weltlage einen neuen Blick. Schließlich sind nicht nur der alte, sondern auch der amtierende Präsident
Bush "Bonesmen" - wie es schon ihre Großväter und Großonkels waren. Und so viele weitere Mitglieder der Ostküsten-WASP(White-Anglo-Saxon-Protestant)-Elite in einflussreichen Positionen der US-Außen- und Finanzpolitik, dass Sutton zu dem Schluss kommen konnte,
dass "Skull & Bones"-Leute sowohl die Nazis in Deutschland als auch die Kommunisten in Osteuropa zuerst finanziell aufbauten, um sie dann in der "großen Synthese" des Zweiten Weltkriegs und des anschließenden Kalten Kriegs wieder zu demontieren...

Suttons Enthüllungen über "The Order", wie er die elitäre "Schädel&Knochen"-Loge nennt, sind teilweise in rechtsgerichtete Theorien einer "jüdischen Weltverschwörung" in Fortschreibung der "Protokolle der Weisen von Zion" aufgenommen worden, obwohl das Suttons Intentionen gar nicht entspricht und er das Gegenteil belegt, nämlich den rassisch-elitären, "blaublütigen", anti-jüdischen, anti-farbigen Charakter der 1832 gegründeten Bruderschaft, deren Kern stets von den reichen Familien des Neuengland-Adels gebildet wird und der allenfalls Alibi-Mitglieder anderer Nationen oder Religionen aufnimmt.
Großvater Prescott Bush, initiiert 1917, wird gerühmt, eine der wichtigsten Trophäen des Klubs gestohlen und in den Tempel entführt zu haben: den Schädel des Apachen-Häuptlings Geronimo. Mag man solcherlei Scherze vielleicht als reaktionären Grufti-Hokuspokus abtun - und die überlieferten Rituale der Bruderschaft mahnen eher an Harry Potter, als an finsteren Okkultismus -, wurde dennoch Bonesman Bush später, als Geschäftsführer der "Union Banking Corp." und der Hamburg-Amerika-Linie, einer der wichtigsten Finanziers und Unterstützer der Nazis.2
Dass die deutsche SS Totenkopf und Knochenkreuz der "Skull & Bones" in ihr Ordenssymbol übernahm wird Bush und seinem Partner Harriman, initiiert 1913, gefallen haben - wie viele anderen US-Investoren unterstützten sie die deutschen Nazis nicht heimlich, sondern so offen, dass der deutsche US-Botschafter William E. Dodd 1937 einem Reporter der "New York Times" mitteilt:

"A clique of U.S. industrialists is hell-bent to bring a fascist state to supplant our democratic government and is working closely with the fascist regime in Germany and Italy. I have had plenty of opportunity in my post in Berlin to witness how close some of our American ruling families are to the Nazi regime.... "

Die Bonesmen hatten sich mit Hitler einen netten Hurensohn herangezüchtet. Schon vor der Machtübernahme hatte die US-Botschaft Anfang der 30er Jahre nach Washington Fragen nach dem finanziellen Hintergrund von Hitlers aufwendigem Wahlkampf und der Bewaffnung seiner Privatarmee von 300.000 Braunhemden gekabelt. Den Mitarbeitern war aufgefallen, dass die SA mit Waffen aus amerikanischer Produktion ausgestattet war. Der deutsche Stahlmagnat Fritz Thyssen hat später zugegeben, in das Hitler-Projekt seit 1930 investiert zu haben - seine Vermögensverwalter und Banker in dieser Zeit: Bush und Harriman.
Aus der Garde von Präsidenten, Ministern, Großbankern und Industriellen der "Skull & Bones"-Bruderschaft ragt als besonderer Kopf Henry Stimson auf, initiiert 1888, bis zu seinem Tod 1950 Minister unter 7 Präsidenten. Er wurde nicht aufgrund seiner Herkunft, sondern wegen seiner Leistungen in die Bruderschaft aufgenommen und hat dies später als "prägendes Erlebnis seines Lebens" bezeichnet. Als Kriegsminister Roosevelts war "The Colonel" einer der Architekten des 2. Weltkriegs und des anschließenden Kalten Kriegs. Wir sind ihm schon im Zusammenhang mit dem Pearl-Harbor-Fake begegnet, der initiiert wurde, um der US-Bevölkerung den Krieg schmackhaft zu machen. Am Tag des Angriffs, dem 7. 12. 1941, notierte Stimson in sein Tagebuch:

"Als die ersten Nachrichten kamen, dass Japan uns angegriffen hatte, war mein erstes Gefühl Erleichterung, dass die Unentschiedenheit vorüber war und dass die Krise auf eine Art gekommen war, die alle unsere Leute vereinigen würde. Dies blieb mein dominierendes Gefühl trotz der Nachrichten der Katastrophen, die sich schnell entwickelten. Weil ich glaube, dass dieses Land nichts zu fürchten hat, wenn es einig ist..."

Vor einer Katastrophe fürchtet es den Bonesman nicht, denn was sind ein paar tausend Matrosen, wenn man "hinterher nichts mehr zu fürchten" und eine große Synthese bereit hält. Laut seiner Biographen war Stimson ohnehin der Meinung, Amerika sollte einmal pro Generation einen Krieg führen, weil dies den Zusammenhalt der Nation stärken würde und moralisch als auch wirtschaftlich reinigende Funktion hätte. Bevor George Bush 1991 die Entscheidung traf, gegen Saddam Hussein zuzuschlagen, soll er sich nach einem Bericht der "Washington Post" über die Feiertage mit der gerade erschienen Biographie eines seiner wahren Helden zurückgezogen haben: "The Colonel - Life and Wars of Henry Stimson".3
Die Mentalität der S&B-Brüder geht nicht nur von einer Überlegenheit der weißen Rasse aus, sondern auch von ihrem Recht, als elitäre Ritter dieser Rasse die Geschicke der Menschheit zu kontrollieren. Ihre Philosophie entspricht nach Sutton der hegelianischen: Man konstruiere sowohl die These als auch die Antithese und mache sich in diesem "konstruktiven Chaos" durch die Synthese zum Herrn der Situation. Phänotypisch macht Sutton dies an den Aktivitäten von Averell Harriman fest, der als Partner von Prescott Bush über die "Union Banking" einerseits die Nazis mitfinanzierte, andererseits mit seiner "Garanty Trust Company" aber auch die Aufrüstung der Sowjetunion unterstützte - wie Bonesbruder Stimson in Sachen Kriegsführung beriet er in Sachen Finanzen insgesamt 6 US-Präsidenten.
Die Art, wie George Bush dann 1991 im Geiste von Stimson den Golfkrieg einfädelte und führte - Irak blieb staatlich als Drohung und potentielle Anti-These weiterhin intakt, die Scheichtümer im Golf, die OPEC und die ölabhängigen Verbündeten (Japan, Deutschland) sind jedoch seitdem in Sachen Öl von den USA abhängig - verlief ganz im Sinne des "konstruktiven Chaos". Dass Bush sich seinen netten kleinen Kolonialkrieg für die kuwaitischen Geschäftsfreunde - mit seiner ersten, von Vater Prescott und verschiedenen Bonesbrüdern finanzierten Ölfirma hatte Bush die erste Off-Shore-Pumpanlage für Kuwait gebaut - dann auch noch mit 40 Milliarden Mark von Japan und Deutschland bezahlen ließ, deutet an, was auf die
künftige "Koalition" zukommt: die "Beute" bleibt unter anglo-amerikanischer Kontrolle, die Kosten aber wird die Koalition übernehmen müssen.
Auch wenn Georg W. seine "Skull & Bones"-Mitgliedschaft stets heruntergespielt und sich gegen die elitären Ostküsten-Snobs als echter Cowboy zu gerieren versucht hat, so griff er stets, wenn's drauf ankam, auf die Verbindungen und das Geld der Elite-Mafia zurück.4 Jetzt in Kriegszeiten wird er allemal auf seinen Vater und die alten S&B-Haudegen von der Trilateralen Kommission, dem Council on Foreign Relations und des Manhattan Institute hören. Die werden ihm auch geraten haben, das in Palästina köchelnde Chaos ruhig noch brodeln zu lassen, erstmal ausgiebig Urlaub zu machen und den von Ladin und anderen Fanatikern lange angekündigten Knall in aller Ruhe abzuwarten ...
Dass Israels Premier Sharon sich auch gegen den Druck der USA konstant weigert, in Verhandlungen mit Arafat zu treten, spricht Bände: er traut den Totenkopf-Rittern aus dem Weißen Haus, dem Rockefeller-Mob mit seinem rassistischen, tendenziell nazi-freundlichen, anti-semitischen, pro-arabischen, öl- und macht-interessierten Hintergrund keinen Zentimeter über den Weg. Dies spricht meines Erachtens auch gegen alle Spekulationen, die den israelischen Mossad als geheimen Initiator des WTC-Anschlags ins Spiel bringen. An einem derartigen Machtzuwachs für Bush und seine Hintermänner kann Israel nicht gelegen sein (genauso wenig wie dem kleinen New Yorker Juden an dem Popularitätsgewinn von
Rudolph "Gestapo" Giuliani, der sich mit seiner Zero Tolerance Politik diesen Beinamen in den vergangenen Jahren redlichst erworben hat)5 . Ins Bild passt dagegen, dass die Warnungen einer Mossad-Delegation vor einem Großanschlag von Bushs Geheimdienstleuten als hysterisch abgetan wurden ...
Es geht nicht darum, mit diesen Hinweisen den WTC-Anschlag nun als "Skull & Bones"-Verschwörung zu identifizieren - für eine Einschätzung der Akteure auf der Weltbühne ist es aber auch nicht ganz unwichtig, ihren familiären und ideologischen Hintergrund zu kennen, zumal wenn dieser traditionsgemäß in der Mitgliedschaft im einflussreichsten Geheimbund der Vereinigten Staaten besteht. Antony Sutton, der Professor an der renommierten Stanford-University war, haben seine Veröffentlichungen über die Aktivitäten der Bruderschaft seine Karriere gekostet. Nachdem er in einer dreibändigen Studie die Aufrüstung der Sowjetunion durch amerikanische Technologie und Finanzen aufgezeigt und sich über das "Warum?" gewundert hatte, waren ihm von einem anonym gebliebenen Bonesman zwei Bände mit Dokumenten über den Orden zugespielt worden. Seitdem sind die illustren S&B-Mitglieder und ihre suprematistische Ideologie überhaupt erst bekannt - Professor Sutton konnte fortan freilich nur noch in Kleinverlagen publizieren. Jetzt ziehen die Knochenmänner wieder in den Krieg und Papa Bushs alte Garde sitzt an den Schalthebeln. Dass sie es bei einer Strafaktion gegen die Taliban und der Jagd auf Ibn Ladin belassen ist unwahrscheinlich - ihre Tradition spricht einfach dagegen.

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Führt die Spur nach Deutschland ?

Mathias Bröckers 29.09.2001
The WTC Conspiracy X

Verschwörungstheorien sind ein gutes Beispiel für die Entdeckung der Quantenphysik, dass eine Beschreibung der Realität ohne Einbeziehung des Beobachters unmöglich ist. "Der Paranoiker kennt alle Fakten", sagt William S.Burroughs. Der paranoische Beobachter lässt keine Unschärfen, Ungenauigkeiten, Unklarheiten zu, noch den

offensichtlichsten Zufall setzt er in eindeutigen Zusammenhang. Für ihn wird gleichsam die Theorie zur Praxis: er nimmt eine reale Verschwörung wahr, wo andere Beobachter allenfalls vage Indizien für einen Zusammenhang und wieder andere absolut gar nichts wahrnehmen. Verschwörungstheorien reduzieren Komplexität, entwirren Verwirrendes, erklären Unerklärliches - für den schizophrenen Paranoiker, indem er seine innere Not auf die Verfolgung von außen projiziert, ebenso wie für den rationalen Verschwörungstheoretiker, der seine Erklärungsnot dadurch behebt, dass er vage Zusammenhänge zu logischen Kausalitätsketten zusammenfügt.

George.W. Bush, sein Vater und andere wichtige Entscheidungsträger und Banker der USA sind Mitglieder einer elitären Geheimloge - diese Bruderschaft hat schon Hitler und Stalin aufgerüstet und so den Zweiten Weltkrieg provoziert ( Skulls, Bones & Bush) - also ist es logisch, dass sie auch im angehenden dritten die Finger im Spiel haben. Oder: Seit die Golddeckung des US-Dollars 1971 aufgehoben und gleichzeitig der Ölpreis an den Dollar gebunden wurde, hängt Öl direkt mit der US-Währung zusammen - deshalb werden seitdem kalte und heiße Öl-Kriege um die Fördermengen geführt; die islamistische Opposition stellt eine innere Bedrohung der US-kontrollierten Ölregionen dar - deshalb wird der Terroranschlag jetzt benutzt, diese Opposition auszuschalten. Oder: Ein Netzwerk islamistischer Extremisten hat der gesamten westlichen Welt den Krieg erklärt, ihr Ziel ist die Errichtung von Gottesregimen á la Taliban - dieser Anschlag war nur die erste Kriegserklärung, weitere werden folgen, bald müssen unsere Frauen Schleier tragen!!! Keines dieser drei Bezugssysteme entbehrt der Logik - und in jedem System kann der Beobachter auf so viele weitere passende Puzzlesteine stoßen, dass sich ein ganzes Bild - die Wahrheit über geheime plutokratische Drahtzieher, polit-ökonomische, geo-strategische Schachzüge oder einen religiös-kulturellen Clash der Zivilisationen - zu ergeben scheint. Tatsächlich aber existieren diese drei Bezugssysteme und Kausalitätszusammenhänge - und noch einige weitere - alle gleichzeitig und haben ihren Anteil an der sozio-chemischen Reaktion, die zur WTC-Katastrophe führte. Ist das Gehirn normalerweise zumindest prinzipiell in der Lage, die Alternativen zu überprüfen und abzuwägen, wird in Krisenzeiten dieser Validierungsmechanismus offenbar ausgeschaltet. Fünf Minuten danach war "Ibn Ladin" der Realitätstunnel, auf den sich die
Weltöffentlichkeit einschwören ließ, auf der Suche nach Ordnung, Strukturierung und Sinn angesichts der sinnlosen, grauenhaften Katastrophe - und Nostradamus, der laut einem Internethoax in einem Verslein mal wieder alles vorhergesagt hatte (simpler geht's nimmer) war in den Tagen nach dem Anschlag der Nr.1-Seller bei Amazon. "Wem es gelingt, dir falsche Fragen einzureden, dem braucht auch vor der Antwort nicht zu bangen", heißt es in Thomas Pynchons labyrinthischen Verschwörungsroman "Die Enden der Parabel".

"Wir sind besessen davon, Labyrinthe zu errichten, wo vorher offenes Land und Himmel waren: immer komplexere Muster auf das leere Blatt zu zeichnen. Wir können die Offenheit nicht ertragen - sie versetzt uns in Schrecken. (..) Wenn etwas Tröstliches - Religiöses, wenn man will - in der Paranoia liegt, so gibt es doch auch eine Anti-Paranoa, in der nichts mehr mit irgendetwas anderem verknüpft ist, ein Zustand, den nicht viele von uns lange ertragen."

Zwei wichtige Hinweise auf den beobachtergeschaffenen, konspirativen Charakter der Realität - und die Schwierigkeit, offene,
unentschiedene Fragen oder störende, unpassende Antworten
auszuhalten. In der Krise sind einfache Lösungen gefragt - und nichts funktioniert da besser als eine gute Verschwörungstheorie: ein klares Feindbild. Die vagen Biographien der Terrorpiloten geben da derzeit noch nicht allzuviel her - die einzige wirklich vielversprechende Spur auf die wahren Hintermänner scheint im Moment die Nachverfolgung der Börsenspekulationen vor dem Anschlag zu sein und die führt, zumindest nach Meinung eines von der ARD interviewten Experten, mitten in die Jauchegrube, den braunen Verschwörungssumpf. Die Börsenaufsichten einiger Ländern gehen derzeit den extrem hohen Handelsvolumen von Verkaufs-Optionen von American und United Airlines Aktien nach, die in den Tagen vor und nach dem Anschlag gehandelt wurden. Eine solche Verkaufs- oder Put-Option ist quasi eine Wette auf fallende Kurse, je tiefer der Kurs bis zu einem bestimmten Termin fällt, desto höher der Wettgewinn, der dann leicht das 10- oder 20-fache des Einsatzes betragen kann. Das Wirtschaftsmagazin Plus Minus befragte dazu den Luxemburger Finanzexperten Ernest Backes:

"Explosionsartig nahm bei United Airlines am Donnerstag vor dem Unglück der Umsatz mit sogenannten Put-Optionen zu. 200.000 Stück wurden gehandelt, sonst waren es oft noch nicht einmal 1.000. Und ähnlich ist es bei American Airlines sowie den
Versicherungsgesellschaften. Hier könnten Terroristen an den Börsen Milliarden verdient haben.
Die Spur führt nach Angaben von Backes in die Schweiz, zu Konten einer Organisation, die vor Jahren von dem inzwischen verstorbenen Rechtsanwalt Francois Genoud gegründet worden war und offenbar noch immer besteht, sagt Backes: "Einer dieser Berührungspunkte ist, dass der Schweizer Anwalt engste Verbindungen mit der Familie von bin Laden hatte, dass er einer der Berater der Familie, einer ihrer Bankiers war. Gewusst wird, dass er den Terrorismus unterstützte und der Vermögensverwalter des Hitler-Vermögens war...."

Das ist nun keine esoterische Verschwörungstheorie, sondern die Meinung eines zumindest ARD-geprüften Fachmannes. Wie heiß diese Spur, dieser Verdacht ist, geht aus dem Bericht nicht hervor - beim Stichwort "Francois Genoud" freilich geht jedem Konspirologen sogleich ein Licht auf. Schon als glühender Schweizer Jungnazi erwarb sich Genoud das Vertrauen Hitlers und anderer NS-Größen und spielte als Banker und Schieber eine Schlüsselrolle auf der sogenannten "Rattenlinie", auf der gegen Kriegsende unter Patronage des Vatikan und des US-Geheimdienstes große Geldmengen und zahlreiche Top-Nazis nach Südamerika geschleust wurden. Nach dem Krieg soll Genoud im Nahen Osten eine neo-faschistische "schwarze Internationale" aufgebaut und "von Hitler bis Carlos" - so der Titel seiner Biographie - alle anti-jüdischen Terroristen der jüngeren Vergangenheit unterstützt haben. Die von Genoud verschobenen Nazi-Gelder sollen bis heute auch einen Finanzierungsfonds für nationalistische, rechts-radikale Bewegungen in Europa darstellen. Wenn sich die Börsentransaktionen wirklich auf das Finanzimperium Genouds zurückverfolgen lassen, erhielte die Schlagzeile "Die Spur führt nach Deutschland" eine ganz neue Dimension.

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Banken ,Börsen ,Berlusconi

Mathias Bröckers 01.10.2001
The WTC Conspiracy XI

Wenn eine Spur der Insidertransaktionen an den Börsen vor und nach dem WTC-Anschlag tatsächlich auf das braune Finanzimperium des (mittlerweile verstorbenen) Schweizers Francois Genoud deuten sollte, dann führen die Hintergründe nicht nur auf die historische Nazi-Vatikan-US-Geheimdienst-Connection zurück, sondern auch aktuell zu einem verurteilten Konspirationsexperten, der sich auf Staatsbesuch in Berlin gerade verplappert bzw. faschistoiden Klartext geredet hat: Silvio Berlusconi ( Berlusconi will die Völker "okzidentalisieren und erobern").

"Wir müssen uns der Überlegenheit unserer Zivilisation bewusst sein, die aus Prinzipien und Werten besteht, die einen breiten Wohlstand für die Allgemeinheit gebracht haben. Der Westen wird weiterhin Völker erobern, so wie es ihm gelungen ist, die kommunistische Welt und einen Teil der islamischen Welt zu erobern, aber ein anderer Teil davon ist um 1400 Jahre zurückgeblieben. Die westliche Gesellschaft hat Werte wie Freiheitsliebe, die Freiheit der Völker und des Einzelnen, die sicherlich nicht zum Erbgut anderer Zivilisationen, wie der islamischen, gehören.." (Silvio Berlusconi)

Mitte der Siebziger Jahre, als sich Berlusconi vom Bauunternehmertum dem Mediengeschäft zuwandte, trat er dem Geheimbund "Propaganda Due" (P2) bei, was er später natürlich bestritt, doch aufgrund vorliegender Beweise dafür wegen Meineids verurteilt wurde. Dank einer allgemeinen Amnestie wurde ihm die Bestrafung allerdings erlassen. Der P-2-Fall ist einer der am besten dokumentierten Verschwörungsfälle der jüngeren Zeit - angesichts des kometenhaften Wiederaufstiegs des neuen Duce Berlusconi sind einige Beobachter sogar der Meinung, dass er immer noch läuft. Zu den Top-Nazis, die über die Rattenlinie und Genouds Netzwerk nach dem Krieg in sicheren Häfen untergebracht wurden, gehörten nicht nur Figuren wie Adolf Eichmann, Klaus Barbie oder Oberst Rudel, sondern auch der italienische Faschist und SS-Mann Licio Gelli (geb. 1919), der sich fortan von Südamerika auch als Waffenhändler betätigte. Für die deutschen Terror-Fachleute vom Schlage der "Bestie" Barbie fand sich in der Folge beim Aufbau bzw. der Destabilisierung diverser südamerikanischer Länder reichlich Verwendung - viele der unter der Patronage der CIA ausgerüsteten "Befreiungskrieger", Todesschwadronen und "Contras" wurden von deutschen "Profis" geschult.
Gelli ging Anfang der 70er Jahre nach Italien zurück und soll dort P2 gegründet haben, um in einem "weißen Staatsstreich" die Macht in Italien zu übernehmen - als der Coup 1981 aufflog, wurde in seinem Haus die P2-Mitgliederliste gefunden, in der 43 Regierungs- und Parlamentsmitglieder, rund 900 hohe Beamte, führende Offiziere der Streitkräfte, der Nachrichtendienste sowie Führungskräfte aus Medien, Industrie und Banken verzeichnet waren - darunter mit der Nr. 1816 auch Silvio Berlusconi.
Einer der Top-P2-Mitglieder, der Bankier Roberto Calvi, wurde kurz darauf unter erhängt unter einer Londoner Brücke gefunden - später fand man heraus, dass der "Bankier Gottes" über seine "Banco Ambrosiano" und die Vatikanbank (IOR) eine große Waschanlage für Mafia-und Drogengelder betrieben hatte. Unter den zahlreichen Banken und Scheinbanken, die Calvi weltweit gegründet hatte, befand sich auch die Cisalpine-Bank auf den Bahamas, als deren zweiter Haupteigentümer Erzbischof Paul Marcinkus von der Vatikanbank eingetragen war. Die Cisalpine war 1981 in der Gerichtsverhandlung gegen die "World Finance Corporation" (WFC) anrüchig geworden, einer Bank in Miami, deren Leiter, ein "ehemaliger" CIA-Agent, angeklagt war, Geld aus dem Kokainhandel südamerikanischer Diktatoren gewaschen zu haben , und zwar über das "Schwarze Loch" des Calvi-Marcinkus-P2-Konsortiums.

Die Autorin Benny Lernoux ("In Banks we trust") , die den Fall recherchiert hat, geht davon aus, dass P2 der Hauptfinanzkanal faschistischer Regime in Lateinamerika war. Diese enge Verknüpfung mit den netten Hurensöhnen der US-Außenpolitik erklärt dann auch, warum Michele Sindona - Partner von Calvi und Gelli im Geldwäsche-Geschäft - beim Inaugurationsball von Präsident Nixon geladen war und Gelli höchstselbst Gast bei selbigem Ball zur Inauguration Ronald Reagans.

Dass die Mafia auch "Ehrenwerte Gesellschaft" genannt wird, hatte mit der Liste von zu schützenden Mitgliedern der "ehrenwerten Gesellschaft" Italiens zu tun, die New Yorker Mafiosi den US-Geheimdiensten übergaben, als sie mit ihnen zum Zwecke der US-Invasion in Italien 1944 zusammenarbeiteten. Nachdem die wildgewordenen "Hurensöhne" Hitler und Mussolini gestoppt waren, baute sich die CIA über die Mafia und den Vatikan einen neuen anti-kommunistischen Einflusskanal auf, der in den terroristischen 70er Jahren u.a. mit zahlreichen Bombenattentaten aktiv wurde, die dank falscher Spuren den "Roten Brigaden" angelastet wurden. So auch der Höhepunkt der Terrorserie, der Bombenanschlag auf den Bahnhof von Bologna am 2. August 1980, der 85 Tote und 200 Verletzte hinterließ. Die wahren Hintermänner wurden erst im November 1995 verurteilt. Zwei Täter erhielten lebenslänglich, ihre Auftraggeber kamen mit jeweils zehn Jahren davon: der P-2-Großmeister Licio Gelli und seine rechte Hand, der CIA-Agent, Francesco Pazienza,

Auch wenn es dafür keinen Beweis gibt scheinen die jüngsten Bombenattentate in Genua und Venedig, die zum Anlass wurden, die Anti-Globlasierungs-Demonstranten brutal anzugreifen, doch ganz die Handschrift dieser typischen, italo-amerikanischen Counter-Intelligence-Operationen zu tragen. Zumal mit Berlusconi ein gelehriger Schüler Gellis jetzt an den Schalthebeln der Medien und der Macht sitzt.

Ich bin skeptisch, ob die Recherchen zu den kurzfristigen Spekulationen und Finanztransaktionen vor und nach dem WTC-Anschlag wirklich zu einem Ergebnis führen - würden die Auftraggeber ermittelt, die für den 20-fach über normal liegenden Umsatz mit Put-Optionen von Airline-Aktien gesorgt haben, wäre das ein besserer Beweis als alles, was bisher gegen Ibn Ladin vorgebracht wird. Doch die Verfolgung von derlei Finanzkriminalität - und vor allem ihre künftige überwachungsmäßige Verhinderung, die technisch ohne weiteres möglich wäre - tangiert einen Bereich, der einigen Anti-Terror-Koalitionären dann doch unter die Gürtellinie geht: das Bankgeheimnis. Zwar könnte man Off-Shore-Banken in der Karibik oder diskrete Depots in der Schweiz, Luxemburg und anderswo im Rahmen der globalen Anti-Terror-Maßnahmen morgen transparent machen ("Wer nicht dafür ist, ist für die Terroristen!"), und ca. 97% der
Weltbevölkerung würden von solch einer Radikalkur in Sachen Geldwäsche kaum tangiert - doch bei den verbleibenden, entscheidenden ca. 3 % hört es, wenn's um's Geld geht, mit der großen Liebe zu innerer Sicherheit und Transparenz ganz schnell wieder auf.

So werden Tick, Trick und Track sich künftig in ihrem Alltag zwar an verschärfte Überwachungs-Mechanismen der Orwellschen Art gewöhnen müssen, die Kapitalbewegungen im Geldspeicher von Onkel Dagobert aber bleiben weiterhin weitgehend unkontrolliert - zur Freude aller Panzerknacker, egal ob sie nun bei der Djihad Terror Inc., bei McDope im Drogengeschäft (Weltjahresumsatz: 300 Mrd. $, Top-Heroin-Produzent: Afghanistan!) oder im Counter-Intelligence-Business tätig sind.

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Die Assassinen sind wieder da !

Mathias Bröckers 03.10.2001
The WTC Conspiracy XII

Die spirituellen und praktischen Anweisungen, die in der zurück gebliebenen Reisetasche eines der vermutlichen Terrorpiloten gefunden und jetzt veröffentlicht wurden, führen in Stil und Diktion zurück an die Wurzeln des militanten Islam und den Urvater des Terrorismus: Hassan-i-Sabbah ( Himmelfahrtskommando). Er richtete in der Festung Alamut im nördlichen Iran um das Jahr 1090 das erste Terrornest der Geschichte ein, erfand das Selbstmord-Attentat und brachte seinem Geheimbund, den Assassinen, ebenso berüchtigten wie dauerhaften Weltruf ein. Bis heute steht "assasin" in vielen Sprachen für "Mörder", in besonderer Konnotation
mit "hinterrücks", "heimtückisch", "terroristisch" ...

Das Wissen über die Assassinen in Europa war über Jahrhunderte von den Geschichten genährt, die Marco Polo in seinen Reiseberichten aus Persien geliefert hatte. Darin war von einem "Alten vom Berge" die Rede, der seine Jünger mit Haschisch und Opium berauscht, sie in paradiesischen Gärten verwöhnt, um sie dann zu Mordtaten anzustiften, mit denen sie dieses Paradies wieder erlangen würden. Die wissenschaftliche Orientalistik hat diese SDtories zwar später als Legenden entlarvt - mit Haschisch, das im Orient des Mittelalters allgemein bekannt war, hatten die eher asketischen Assassinen so wenig zu tun wie mit paradiesischen Wellness-Oasen -, die Erfindung religiös motivierter, von einem Heilsversprechen verblendeter Selbstmordattentäter aber geht wohl eindeutig auf ihr Konto (vgl. die Zusammenfassung der Assassinen-Forschung von Bernhard Lewis: Die Assassinen - Zur Tradition des religiösen Mords im Islam, Frankfurt 1989).

Aus dem Streit um den rechten Nachfolger des Propheten Mohammed waren im 7. Jahrhundert die sunnitische und schiitische Linie des Islam hervorgegangen, wobei sich von letzterer im 9. Jahrhundert eine weitere Linie, die ismailitische, abspaltete. Zu dieser in einer kleinen Minderheit befindlichen Gruppe, die gegen das ihrer Meinung nach dekadente, verweltlichte Kalifat opponierte, bekannte sich auch Hassan-i Sabbah - und machte sich auf, mit radikalen Mitteln dem gereinigten, wahren Islam wieder zur Macht zu verhelfen. Sowohl in Persien als auch in Syrien und Arabien waren die Ismailiten auf ihrem Missionszug erfolgreich, doch mit dem Selbstmordattentat auf den seldschukischen Groß-Wesir 1092 spalteten sie sich erneut auf, mit einem Zentrum der Gemäßigten in Kairo und der Radikalen in der Assassinen-Festung Alamut.
Einer der Nachfolger Hassans in Syrien, Sinan, wurde später "der Alte vom Berge" genannt - und seine in vielerlei Tarnung auftretenden Selbstmordattentäter waren nicht nur beim islamischen Establishment, sondern auch bei den europäischen Kreuzfahrern gefürchtet - als gefährliche "Schläfer":

"Wie der Teufel verwandeln sie sich in Engel des Lichts, indem sie Gebärde, Kleidung, Sprache, Sitte und Benehmen vieler Völker nachahmen; als solche Wölfe im Schafspelz nehmen sie den Tod auf sich sobald sie erkannt werden."

Auf dem Kreuzzug von Richard Löwenherz wurden in seinen Lagern nicht weniger als 40 vermeintliche Assassinen enttarnt, wobei sich freilich schon zu dieser Zeit nicht nur radikale Ismailiten, sondern auch andere Gegner deren selbstlose Kamikaze-Techniken angeeignet hatten. Ein Experte für innere Sicherheit, der deutsche Kleriker Brocardus, vermerkt dazu 1332 ganz im Sinne von Otto Schily:

"Ich weiß daher nur ein einziges Heilmittel für die Sicherheit des Königs: Am Hofe sollte, selbst für kleine, kurzzeitige Dienstleistungen niemand zugelassen werden, dessen Heimatland, Wohnsitz, Familie, Stand und Person nicht zuverlässig, vollständig und eindeutig bekannt sind."

Es ist erschreckend und faszinierend zugleich, diese alten Geschichten auf dem Hintergrund des WTC-Anschlags wieder zu studieren. Erschreckend, weil einem die fatale Wiederkehr des Immergleichen die Hoffnung auf irgendeine Evolution des menschlichen Bewusstseins wirklich rauben kann, was ja auch schon einer schlichten Kaufmannsseele wie Präsident Bush irgendwie dämmert, wenn er feststellt, dass es Unsinn ist "mit einer 1-Million-Dollar-Rakete auf ein 1-Dollar-Zelt zu feuern". Wo Unerledigtes aus dem psychohistorischen Drama der Menschheit wiederkehrt, ist der ganze technische Fortschritt keinen Schuss Pulver wert. Faszinierend aber sind diese Geschichten aus konspirologischer Sicht, denn letztlich geht es im Kern dieses Dramas um nichts anderes als um eine Verschwörungstheorie, und zwar um die älteste, einflussreichste und umstrittenste überhaupt. Sie wird üblicherweise mit der Chiffre GOTT abgekürzt. Im Zusammenhang mit der Entstehung des Menschenopfers haben wir auf den katastrophischen Auslöser für die Erfindung der Götter schon kurz hingewiesen: die traumatisierten Überlebenden der Impakt-Katastrophen bringen Sinn in diese sinnlose, grausame und tödliche Verwüstung ihres Lebensumfelds, indem sie geheime, übermächtige Drahtzieher der Katastrophe erfinden: Götter, die mit diesem himmlischen Terroranschlag die Menschheit strafen wollen ( Sündenböcke, Menschenopfer und die neue Pax Americana). Um sich von dem Schrecken zu befreien und psychisch wieder Herr der Situation zu werden, spielen die Überlebenden wie Kinder die Katastrophe nach, indem sie blutige Tier- und Menschenopfer inszenieren. Doch kein anfliegender Kometenbrocken lässt sich von dargebrachten Jungfrauen oder Hammeln beeinflussen. Zusammen mit der Abschaffung des "kindischen" Opfers, auf dessen einst hilfreichen Ritualcharakter sich ein parasitisches Priester-Königtum mit einer Vielfalt von Verschwörungstheorien (=Göttern) ausgebreitet hatte, setzten die Ägypter Echnaton und sein Schüler Moses die vielleicht entscheidendste Rationalisierungsmaßnahme der Geschichte durch: den Monotheismus. Dank der Reduktion auf einen Zentralgott wird die Verwirrung um die Götterverschwörung und der Streit um die Drahtzieher und Hintermänner beendet: fortan gilt der Oberverschwörer als namenlos und unsichtbar und der Opferkult hat als Methode, mit ihm ins Geschäft zu kommen, ausgedient. Um die rechte Auslegung und Anwendung der angeblich direkt von GOTT stammenden Gesetze entsteht allerdings bald wieder Streit - und mit den Propheten Jesus und Mohammed spalten sich zwei Sekten ab, die die ägyptisch-jüdische Originaltheorie modifizieren und weiterentwickeln. Ob zu ihrem Nutzen oder Schaden, darüber führen die Gottesanhänger seitdem untereinander heftigste Auseinandersetzungen - heftiger als mit Ungläubigen. "Das Blut eines Ketzers zu vergießen", vermerkt ein frommer Sunnit in einer Schrift gegen die Assassinen, "ist verdienstvoller als die Tötung von 70 griechischen Ungläubigen." Wie aus dem Testament des vermutlichen Terror-Piloten Atta hervorgeht, gehörte er der sunnitischen Glaubensrichtung an. Zumindest theologisch kann er also nicht auf die Linie des Terrorpioniers Hassan-i-Sabbah zurückgeführt werden. Praktisch aber sind die Assassinen wieder da. Ohne ihre vor 900 Jahren erfundene menschenverachtende Version der Verschwörungstheorie GOTT - die Lehre, dass ein Tod im Kampf gegen die Feinde GOTTES Direktzugang zur ewigen VIP-Lounge des Paradieses bedeutet - hätte das Unglück am 11. September 2001 nicht geschehen können. Insofern können für einen erfolgreichen Kampf gegen Selbstmordterroristen materielle Mittel auch nur sehr begrenzt helfen - gegen einen gehirngewaschenen, todesmutigen, paradiesgeilen Geist kommen auch noch so smarte missiles nicht an. Helfen wird letztlich nur eins: Politik der Umarmung. Schicken wir den Taliban also unsere Sex-Bomben, verwöhnen wir sie mit den sanftesten, wohligsten, lustvollsten Genüssen, Berührungen, Klängen, Düften, verführen wir sie zum entspannenden Gebrauch des herrlichen afghanischen Haschischs, kurz: Jeder Gotteskämpfer, der bei Onkel Sam die Knarre abliefert, erhält erst einmal sechs Wochen Jahresurlaub im paradiesischen all-inclusive "Club du Assassin"! Falls danach noch weitere Re-Education nötig sein sollte, gilt es eigentlich nur klar zu machen, dass es sich bei GOTT um eine Verschwörungstheorie handelt, für die grundsätzlich keine kollektiv zugänglichen Beweise vorliegen. Sie können nur individuell gefunden werden und fallen nach dem Beobachterprinzip deshalb grundsätzlich so verschieden aus, dass es keinerlei Sinn macht, sich über den wahren GOTT die Köpfe einzuschlagen. Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners!

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Jihad Inc. - Made in USA

Mathias Bröckers 06.10.2001
The WTC Conspiracy XIII

Dass im Zuge der "emotional correctness" derzeit jeder Hinweis auf die katastrophale US-Außenpolitik als "antiamerikanisch" gilt, kann nicht weiter überraschen - schließlich gilt ja auch der bis vor kurzem von aller Welt als Pappnase eingestufte Dubya Bush mittlerweile als weiser, besonnener, quasi-heiliger Groß-Imperator. Bis vor kurzem traute ihm kaum jemand zu, dass er Afghanistan korrekt buchstabieren kann, nun sollen ihn alle Nicht-Terroristen dufte finden, weil er die Welt vom Terror befreit. Bin Ladin hingegen, mit dessen Clan er schon vor über 20 Jahren Geschäfte machte, der von den USA als Anführer des saudischen Mujaheddin-Kontingents im Afghanistan-Krieg ausgebildet und gefördert wurde, ist zum globalen Satan des 21. Jahrhunderts mutiert. Und die Angehörigen des Taliban-Regime, Mitte der 90er unter Patronage der CIA vom pakistanischen Geheimdienst ISI installiert, wurden zu archaischen, zum Abschuss freigegebenen Untermenschen. Doch auch auf dieses Drama scheint der Titel zu passen, den Professor Antony Sutton einst für die US-Finanzierung Hitlers prägte: "Best Enemy Money Can Buy".

Zwar wird auch in der CNN-Version der Realität in den Biographien Bin Ladins seine Zusammenarbeit mit der CIA in den 80er Jahren manchmal kurz gestreift - sie geschah so offen und gut dokumentiert, dass sie nicht völlig ausgespart werden kann. Ansonsten aber starten die Lebensbeschreibungen vom reichen Saudi-Erben zum globalen Terror-Monster in der Regel erst in den 90ern. Im Zuge der medialen Gleichschaltung fällt das im Westen kaum noch jemandem auf, in anderen Teilen der Welt bemerkt man indessen nicht ohne Ironie den "loss of memory", den ausgerechnet das Super-Mekka der Informationstechnologie in Sachen ihres ehemaligen Angestellten befallen hat. So die indischen Zeitung "The Hindu" am 27. September in einem Artikel über The Creation of Osama der in diesem Zusammenhang auch ein aktuelles Statement zitiert, wie es in den Westmedien in der Regel unter den Tisch fällt:

Die Revolutionary Association of the Women of Afghanistan ( RAWA), die seit langer Zeit in Opposition zum Taliban-Regime steht, unterstrich in einem Statement, das die terroristischen Attacken verurteilt, die Tatsache, "dass die Menschen in Afghanistan nichts mit Usama und seinen Komplizen zu tun haben. Aber unglücklicherweise müssen wir feststellen, dass es die Regierung der Vereinigten Staaten war, die den pakistanischen Diktator Gen. Zia-ul-Haq dabei unterstützte, Tausende von Religionsschulen zu eröffnen, die den Keim für die Entwicklung der Taliban legten. In einer ähnlichen Art war Usama, wie jeder weiß, der blue-eyed boy der CIA''.

Nun mag man eine feministische, vermutlich links orientierte Zelle als Beweis für die aktive Rolle der USA bei der Züchtung von neuen Assassinen als nicht ausreichend empfinden, - anders sieht es allerdings bei der Quelle aus, auf die der Artikel verweist und die er ausgiebig zitiert: das im Frühjahr 2000 bei Yale-University-Press erschienen Werk: "Taliban: Militant Islam, Oil and Fundamentalism in Central Asia". Der Autor, Ahmed Rashid, ist als Senior-Korrespondent der Far Eastern Economic Review und des (konservativen) Daily Telegraph in London sowie als ausgewiesener Kenner der Region über den Zweifel der Unseriosität erhaben - und lässt dennoch keinen Zweifel daran, dass es die Amerikaner waren, die die Brutstätten der neuen Assassinen in Pakistan und Afghanistan förderten und ihren Aufbau massiv unterstützten.

1986, so Rashid, verschärfte CIA-Chef Casey den Krieg gegen die Sowjetunion mit drei Maßnahmen: Er überzeugte den Kongress, die afghanischen Mujaheddin mit Stinger-Raketen auszurüsten und ihnen Ausbildung und Unterstützung für den Guerillakrieg zukommen zu lassen. In Zusammenarbeit mit der pakistanischen Inter-Services-Intelligence (ISI) und dem britischen MI 6 war darüber hinaus geplant, mit "islamischen" Terror-Attacken die angrenzenden Sowjetrepubliken Usbekistan und Tadschikistan zu verunsichern. Drittens unterstützte die CIA fortan die Bemühungen der ISI, in anderen islamischen Ländern Kämpfer für den Heiligen Krieg zu akquirieren und sie in einem Netz von Lagern und "Religionsschulen" ideologisch und militärisch auszubilden:

"Zwischen 1982 und 1992 erhielten 35.000 radikale Moslems aus 43 islamischen Ländern ihre Feuertaufe bei den afghanischen Mujaheddin. Zehntausende mehr kamen, un in einem der hunderte von "Madrassas" zu studieren, die Zia's Militärregime in Pakistan und entlang der Grenze eröffnet hatte. Insgesamt kamen über 100.000 radikale Moslems in Pakistan und Afghanistan in Kontakt mit dem Jihad (..) In Camps bei Peshawar und in Afghanistan trafen sich diese Radikalen zum ersten Mal und lernten und trainierten miteinander. Es war ihre erste Gelegenheit, etwas über islamische Bewegungen in anderen Ländern zu hören - so wurden taktische und ideologische Verbindungen gelegt, die sich in der Zukunft als nützlich erweisen sollten. Diese Camps wurden zu den virtuellen Universitäten für die Zukunft des islamischen Radikalismus."

Nicht in Hamburg-Harburg, sondern an diesen Terror-Universitäten wurde die neuen Assassinen ausgebrütet und jene Spezies gehirngewaschener islamischer Gotteskrieger programmiert, deren Kommilitonen mit dem perversen Anschlag vom 11.09. nun ihrem Hauptsponsor aufs Dach gestiegen sind. "Pack schlägt sich, Pack verträgt sich", könnte man dazu zynisch feststellen. So wie den Amerikanern in ihrem heiligen Krieg gegen das "Reich des Bösen" jedes Mittel recht war - auch die Unmoral, unschuldige junge Muslims von religiösen Fanatikern zu Selbstmord-Bombern drillen zu lassen und ihnen dann Sprengstoff in die Hand zu drücken -, so kennen diese heiligen Krieger nun im Kampf gegen ihren Lehrherrn keinerlei moralische Grenzen mehr.
Dies alles gilt es festzuhalten, nicht um einer dümmlichen "Ätsch" oder "Selber Schuld"-Geste willen, sondern um bei der Frage, wie Terrorismus künftig wirksam bekämpft werden, wirklich weiter zu kommen. Der Anfang muss auf dem schmuddeligen Hinterhof der inoffiziellen US-Außenpolitik gemacht werden, jenem geo-strategischen Genlabor, das monströse Produkte wie Bin Ladin und seine Jihad-Krieger freigesetzt hat und noch im Mai 2001 ein Regime wie die Taliban mit 43 Millionen Dollar sponsort, so wie aktuell die Todesschwadronen in Kolumbien, die "Befreiungsarmeen" im Kosovo usw..
Zu Usama vermerkt das Buch von Rashid noch ein weiteres interessantes Detail: Die ISI hatte sich beim saudischen Geheimdienstchef Prinz Turki Bin Faisal beschwert, dass sich aus seinem Land nur Taxifahrer, einfache Studenten und Beduinen für den Jihad melden würden, aber kein Mitglied der königlichen Familie bereit sei. Mit Bin Ladin war dann 1982 zwar kein echter "royal", aber doch ein Spross aus einem der mächtigsten Clans des Landes gefunden, um das saudische Kontingent im Heiligen Krieg anzuführen. In Ladins Familie und auch im Königshaus soll der Entschluss enthusiastisch begrüßt worden sein. Dass das saudi-amerikanische Engagement für die Mujaheddin und Bin Ladin seit 1990 beendet sein soll, wie es in der CNN-Version der Realität immer wieder beschwörend heißt, wird von Ahmed Rashids Studie leider nicht bestätigt. Noch im Juli 1998 machte Prinz Turki, als Chef der saudischen Intelligence engster arabischer Mitarbeiter der CIA, einen Besuch in Kandahar, wenige Wochen später wurden den Taliban 400 Pick-Up-Trucks geliefert, noch mit arabischen Nummernschildern. Kurz darauf gingen die Bomben in den afrikanischen US-Botschaften hoch, vermuteter Organisator: Bin Ladin, vermuteter Aufenthaltsort: Kandahar. Dort, wo jetzt die ersten Bombardierungen der "Terrorlager" der Taliban erwartet werden. Was die Lokalisierung angeht, wird die NATO dabei keine größeren Probleme haben - sie hat die Lager schließlich selbst gebaut.

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Uncle Sam's Junk: Heroin ,Taliban ,Pakistan

Mathias Bröckers 10.10.2001
The WTC Conspiracy XIV

"German's to the front!" - dieser Befehl eines alliierten Generals erschallte letztmals im Sommer 1900, als ein deutsches Kontingent die britischen Truppen gegen den "Boxeraufstand" unterstützte, mit dem sich die Chinesen gegen die Besatzung der Kolonialmächte auflehnten. Vor den ausrückenden Truppen hielt Kaiser Wilhelm seine berüchtigte "Hunnen-Rede": ‚Kommt Ihr vor den Feind, so wird er geschlagen, Pardon wird nicht gegeben; Gefangene nicht gemacht. Wie vor tausend Jahren die Hunnen unter ihrem König Etzel sich einen Namen gemacht, der sie noch jetzt in der Überlieferung gewaltig erscheinen läßt, so möge der Name Deutschland in China in einer solchen Weise bekannt werden, daß niemals wieder ein Chinese es wagt, etwa einen Deutschen auch nur scheel anzusehen.' Von derlei martialischem Sound sind wir 100 Jahre später nun nicht mehr allzu weit entfernt. Eine lancierte Geheimdienstmeldung dürfte ausreichen - wie damals die Falschmeldung an den Kaiser, am Tag zuvor seien alle deutschen Botschaftsangehörigen in China ermordet worden - und die "Hunnen" sind wieder da. Wie damals geht es im Hintergrund des "Zivilisationskriegs" freilich um eher unzivilisierte,
konspirative Geschäfte und wie in China steht auch in Afghanistan dabei ein ganz besonderes Produkt im heimlichen Mittelpunkt: Opium.

"Es ist eine Forderung der Natur, daß der Mensch mitunter betäubt werde ohne zu schlafen" - auch wenn man Goethes Erkenntnis als frühes Plädoyer eines natürlichen Recht auf Rausch auslegen kann, spielten die Deutschen im Betäubungsmittelgeschäft der Kolonialmächte keine große Rolle -, in China hinterließen sie nur ihr bis heute berühmtes "Tsingtau-Bier" und heimsten sich trotz Kaiser Wilhelms spontanen Hunnenausfalls dort keinen Ruf als Barbaren ein. Anders die Engländer, die Ende des 17. Jahrhunderts ihren Handel mit China begannen, deren Handelswaren wie Wolle und Eisen dort aber kaum gefragt waren. Um die begehrten chinesischen Seidenstoffe, Tess und Gewürze nicht in Silber zahlen zu müssen, beginnt die Britische Ostinidien Gesellschaft aus ihrer frisch eroberten Provinz Bengalen Opium nach China zu exportieren. Sie lässt sich dabei auch von einem kaiserlichen Import- und Rauchverbot, das 1729 ergeht, nicht abhalten und liefert 200 Kisten (13 Tonnen), 1767 ist es schon fünfmal soviel, 1820 werden 670 Tonnen 1838 schon 2680 Tonnen Opium nach China geliefert. Damit ist Opium nun das umsatzstärkste Produkt der damaligen Weltwirtschaft. Und als der aufrechte chinesische Beamte Lin Tse-Hu 950 Tonnen des lukrativen Stoffs vernichten läßt, beginnt England den ersten Opiumkrieg. An dessen Ende hatte es Hongkong und weiter 5 chinesische Hafenstädte erobert und kurbelte das illegale Geschäft so weiter an,. 1880 werden gigantische 7000 Tonnen aus Indien nach China geschifft, mindestens 10 Millionen Chinesen sind nunmehr opiumsüchtig. Zum Vergleich: hundert Jahre später, in den 1980ern, wurden für den medizinischen Weltverbrauch jährlich ca. 1700 Tonnen Opium gewonnen. 1999 produzierten afghanische Farmer CIA-geschätzte 1670 Tonnen, ca 80% des (illegalen) Weltverbrauchs. Das Geld für den Aufstieg der englischen Schäfer- und Fischerinsel zur Weltmacht des britischen Empire kam im wesentlichen aus diesem schmutzigen Hinterhofgeschäft der ehrenwerten "East India Company" - und als die Chinesen derlei Zivilisationsleistungen des Westens endgültig überdrüssig wurden, trat für die Deutschen
der "Bündnisfall" ein und sie wurden, wenn auch nur für ein kleines Scharmützel, an die Front zitiert.
Dass jetzt ausgerechnet Tony Blair auf die Taliban als "die größten Heroinproduzenten der Welt" hinweist und für die Germans erneut der Bündnisfall eingetreten ist, entbehrt insofern nicht eines
gewissen "deja vu" - zumal wenn man sich anschaut, wie das Opium- und Heroingeschäft in der pakistanisch-afghanischen Region organisiert ist. Als die Pioniere des psychedelischen Großhandels, die
kalifornische "Brotherhood of Eternal Love", in den 60ern für erste internationale Nachfrage nach den lokalen Hanf-und Mohnprodukten sorgten, zahlten sie 5-10 $ für ein Kilogramm Haschisch und 50-100 $ für ein Kilo Opium. Die Wiederentdeckung dieser Substanzen in der westlichen Kultur und die verschärften Prohibitions- und
Kontrollmaßnahmen sorgten dafür, dass sich diese landwirtschaftlichen Produkte in den folgenden zwei Jahrzehnten im Preis mehr als verhundertfachten. Heroin jedoch spielte in der Region keine Rolle, was sich mit dem Einmarsch der Sowjetunion 1979 aber ziemlich abrupt änderte. Entlang der Grenze wurden unter Supervision der CIA vom pakistanischen Militärgeheimdienst ISI Heroin-Labors angelegt. Professor Alfred McCoy, Autor des monumentalen
Standardwerks "The Politics of Heroin - CIA-Complicity in the global drug trade, Chicago 1991, schreibt dazu 1997:

"Diesen Heroin-Handel kontrollierten CIA-Mitarbeiter. Bei ihrem Vorrücken auf afghanisches Territorium forderte die Mujaheddin die Landwirte auf, Mohn als Revolutions-Steuer anzubauen. Entlang der Grenze in Pakistan operierten unter dem Schutz des pakistanischen Geheimdiensts hunderte Heroin-Labors. In dieser Dekade des völlig offenen Drogenhandels unternahm die US-Drug Inforcement Agency (DEA) in Islamabad nichts, keine Beschlagnahmungen oder Verhaftungen - die Regierung hatte untersagt, den Heroinhandel zu verfolgen und den Krieg gegen Drogen dem gegen die Sowjetunion untergeordnet.1995 gab der frühere CIA-Direktor der afghanischen Operation, Charles Cogan, zu, dass die CIA den Drogenkrieg tasächlich dem Kalten Krieg geopfert hatte: "Unser Hauptziel war, den Sowjets soviel Schaden wie möglich zuzufügen. Wir hatten nicht die Möglichkeiten, auch noch den Drogenhandel zu verfolgen. Ich denke, dafür müssen wir uns nicht entschuldigen. Jede Situation hat unerwünschte Nebeneffekte, einen Fallout ... ja, es gab einen Fallout an Drogen. Aber das Hauptziel haben wir erreicht: die Sowjets verließen Afghanistan."

Der "Fallout" resultierte nicht nur in einem Wachstum von Null auf ca. 1,5 Millionen pakistanische Heroinabhängige, sondern auch in einer weltweiten Heroinschwemme in den 80er Jahren - und in einer bis heute anhalten "Heroinisierung" der pakistanischen Wirtschaft. Nach aktuellen Schätzungen der indischen Regierung war das Heroingeschäft Pakistans mit einem Volumen von 11 Mrd. Dollar im Jahr 1999 30% größer als der gesamte Staatshaushalt, der ohne diese Schattenfinanzierung nach 10 Jahren Rezession längst kollabiert wäre. Dass der "Kollateralschaden" Heroin nach dem Sieg im Kalten Krieg in Pakistan genausowenig gestoppt wurde wie die Ausbildung von Assassinen in Terrorlagern, hatte mit ihrer fortgesetzen Nützlichkeit zu tun: die Heiligen Krieger wurden noch für die Destabilisierung der GUS in Tschetschenien und anderswo gebraucht und die Heroin-Dollars zur Begleichung der pakistanischen Waffenkäufe (in den 90ern über 30 Mrd. $).

Erst als den CIA-Oberen ihre Kreation Bin Ladin 1998 langsam wirklich ungemütlich wurde, drängten sie die Pakistanis ernsthaft, die Heroin-Produktion herunterzufahren - was diese brav taten und sie auf Taliban-Gebiet verlegten, während die Labors weiter unter pakistanischer Kontrolle stehen. Seitdem ist der Anbau in Afghanistan schwunghaft gestiegen und war für die Taliban die einzige Einnahmequelle, bis sie sich auf Drängen der USA auf einen Anbaustop einließen. Als ihr Botschafter im Mai 2001 in Islamabad mit den Amerikanern über Entschädigungszahlungen für die Farmer verhandelte und ziemlich exakt die 12 Milliarden, die das Heroingeschäft per anno abwirft, "für das afghanische Volk" forderte, wurden ihm zuerst 1,5 Millionen angeboten und dann 43 Mio. $ zugesagt und überwiesen. So hoch sollen nach pakistanischen Schätzungen die Einnahmen der Taliban aus dem Roh-Opiumhandel im Vorjahr gewesen sein. Das eigentliche Geschäft wird freilich in den von CIA und ISI kontrollierten Labors entlang der Grenze und in der Distribution gemacht. Für 10 Kilo Opium - aus denen ca. 1 Kilo Heroin gewonnen werden - erhält der afghanische Bauer nur 300 $. Das Kilo Heroin kostet "ab Werk" dann schon 10.000 $ und bis es dann, zigfach gestreckt und gepanscht, in 1-Gramm-Tütchen bei Endkunden in Europa oder USA landet, sind daraus 100.000 $ geworden. Wegen der
Kriegsgefahr, so melden die Agenturen, werden gerade hektisch die Lagerbestände vermarktet - mit noch mehr Heroin-Toten im Westen ist wegen Überangebot, Preisverfall und der Gefahr von Überdosierungen aufgrund plötzlich sehr viel reinerer Qualität alsbald zu rechnen. In seinem allerletzten Interview, das der von zwei Selbstmord-Interviewern wenige Tage später ermordete Chef der Nordallianz, Massud, zwei Reportern des Pariser "Figaro" und des "Rolling Stone" (Heft 10/2001) gab, erfahren wir dazu:

"Die Taliban haben ausreichend Vorräte, um noch zwei oder drei Jahre weiter zu exportieren. Es waren im Übrigen die großen Drogenhändler, die den Produktionsstop veranlassten, nicht Mullah Omar. Sie wollen dass die Preise steigen. (...) Die Taliban kassieren 10% Landwirtschaftssteuer für die Opiumfelder ein. Dann kassieren sie eine Fabrikationssteuer: 180 $ pro Kilopaket, das offiziell abgestempelt wird. Dann folgen Verkaufssteuer und schließlich noch eine Transportsteuer, wenn die Ware mit dem Flugzeug erst nach Kabul und dann nach Kunduz gefolgen wird. Ohne Stempel und Deklarationen der Taliban passiert kein Paket die Grenze."

Wie in einer Nußschale haben wir hier die beiden Monster der Neuzeit - "Terrorismus" und "Drogen" - zusammen und können erkennen, dass es sich um zusammenhängende und hausgemachte Phänomene handelt. Die Junkies in aller Welt wurden in den vergangen 20 Jahren nicht nur dazu verheizt, eine korrupte Clique pakistanischer Noriegas zu finanzieren, sondern auch den Aufbau von Islamschulen (Taliban = Schüler des Islam) und die Züchtung Tausender gehirngewaschener Jihad-Krieger. Dies alles im höheren Sinne ihrer Regierung, den Sowjets "soviel Schaden wie möglich zuzufügen". Da kein demokratisches Parlament der Welt einer solchen geopolitischen Guerilla-Strategie öffentlich zustimmen, geschweige denn, sie finanzieren würde, braucht man dafür andere, diskrete Einnahmequellen. Eben deshalb stoßen die Drogenfahnder der DEA bei 75% alle großen Fälle, so Andreas von Bülow, ehemaliger Bundesforschungsminister und Verteidigungsstaatssekretär in seinem Buch über die kriminellen Machenschaften von CIA und BND, "auf die schützende Hand" der Geheimdienste ( "Im Namen des Staates", München 1999, sehr empfehlenswert!).

Als "Schmiermittel des Terrors" sind illegale Drogen mit ihren riesigen Gewinnspannen bis dato für die Undercover-Außenpolitik der USA unverzichtbar, und wir dürfen gespannt sein, wie sich die Lage jetzt entwickelt. Seit dem Militärputsch 1999 war Pakistan von neuen IWF-Krediten ausgeschlossen und konnte seine alten Kredite nur noch mit riesigen "privaten" Zuschüssen aus dem Heroinbusiness bedienen. Sollte es dem jetzt ernsthaft an den Kragen gehen, stünde der Staatsbankrott unmittelbar ins Haus, doch das werden die USA ihrem nunmehr wichtigsten Verbündeten nicht zumuten. Weil sie aber als größter globaler Schuldner selbst pleite sind und nicht mal locker per Marshall-Plan 12 Milliarden im Jahr spendieren können, müssen die "nützlichen Hurensöhne" der pakistanischen ISI ihr Heroin wohl erstmal weiter produzieren.

Bin Ladins standfeste Behauptung: "Weder ich noch meine Brüder haben jemals Geld von Amerika bekommen" ist natürlich wahr: CIA-Direktor Cogan ist nicht mit dem Cadillac in den Jihad-Lagern vorgefahren und hat das in den Heroin-Fabriken eingesammelte Geld persönlich bei Herrn Ladin vorbeigebracht. Auch die Taliban, die bei ihrer Eroberung des Landes kaum einen Schuß abgeben mußten, weil sie einen
gegnerischen General und Clanchef nach dem anderen mit einem Geldkoffer zum Überlaufen brachten, hoben diese Beträge nicht mit einer "American Express"-Card ab - sie wurden ihnen in bar von ihren pakistanischen Führungsoffizieren zugesteckt.

Onkel Sam hat weder mit Drogen noch mit Terrorismus irgendetwas zu tun - im Gegenteil! Ganz so wie einst die ehrenwerte "East India Company" in London, die sich stets lautsstark gegen den
menschenverachtenden Opiumhandel aussprach, vor allem wenn sie gerade einen Krieg begonnen hatte, um ihr Monopol darauf auszuweiten. Die anschließenden Friedenverträge garantierten dann nicht nur wachsende Drogenprofite, sondern auch andere Annehmlichkeiten der
Zivilgesellschaft, wie ein prominenter zeitgenössischer Beobachter, Karl Marx, 1858 vermerkt:

"Ein weiterer großer Erfolg des englischen Überfalls ist in Artikel 51 enthalten, wonach "der Ausdruck Barbar auf die britische Regierung oder auf britische Untertanen in keinem von den chinesischen Behörden veröffentlichten offiziellen chinesischen Dokument angewandt werden darf".

Auf dass mir jetzt also ja niemand unsere geliebten Zivilisationsverteidiger aus Amerika und Britanien auch nur scheel ansieht! Und dass mir in keinem offiziellen Dokument auftaucht, dass sie die finstersten Drogenpusher auf Erden sind! Das steht nur hier, doch weil "conspiracy" drüber steht, ist es natürlich alles überhaupt nicht wahr.

Dazu siehe auch von Michel Chossudovsky in Telepolis : Osamagate. The main justification for waging this war has been totally fabricated.

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Controlled Demolition

Mathias Bröckers 15.10.2001
The WTC Conspiracy XV

Der renommierte britische Journalist Robert Fisk hat in der Zeitung Independent Zweifel an der Authentizität des angeblich im Gepäck von Mohammed Atta gefundenen Anweisungsschreibens geäußert, da es Formulierungen und Wendungen enthält, die kein Muslim - "und sei er auch noch so irregeleitet" - gebrauchen würde. So im Lobpreis am Anfang des Texts : "In the name of god, of myself, of my family", der absolut untypisch sei, da kein Muslim an dieser Stelle sich und seine Familie in das Gebet aufnehmen würde, sondern umgehend den Propheten Mohammed nennt, sobald er den Namen Gottes anruft. Die Übersetzung, die das FBI veröffentlicht hat, klingt laut Fisk "beinah wie eine christliche Sicht dessen, was die Entführer gefühlt haben könnten". Ich kenne die islamische Gebets- und Sprachregelungen zu wenig, um diese Frage entscheiden zu können, doch auch die weiteren Merkwürdigkeiten auf die der Artikel verweist, sind sehr
einleuchtend. Auch Bob Woodward, "Watergate"-Koryphäe der "Washington Post", entdeckte einige Ungereimtheiten in diesem Text. Sie fügen sich in eine ganze Kette sich häufender, merkwürdiger Zufälle.

Vier Wochen sind seit dem grausamsten Mordanschlag der Menschheitsgeschichte vergangen und noch immer tappt die Weltöffentlichkeit bei der Frage nach den Hintermännern im Dunkeln. Neunzehn arabisch klingende Namen, einige davon angeblich in Florida ausgebildete Hobbyflieger und zeitweilig Studenten in Hamburg - that's it, und das war auch schon wenige Stunden nach dem Anschlag bekannt. Seitdem sind außer den Schriftstücken des vermutlichen WTC-Piloten Atta nur noch einige angeblich saudische Überweisungen auf sein Konto hinzugekommen. Was die definitive Spur zur
weltumspannenden "Al -Quaida" des mysteriösen Bin Gaddafi Bin Saddam Bin Ladin betrifft: Zero Evidence. Aber allemal genug, um einen Krieg zu beginnen - und keiner in der westlichen Welt fragt mehr nach einem Beweis ...
Atta war so weich - schildert einer seiner fassungslosen Kommilitonen einen völlig normalen, zurückhaltenden, sensiblen Mitstudenten, der der Chef der Selbstmordpiloten gewesen sein soll. Er war aber, wenn er's denn war, auch weich in der Birne, oder er ist einfach nicht das, als was ihn die CNN-Version der Realität darstellen möchte.

Er hinterlässt, Zufall eins, in einem Mietwagen arabische Flugunterlagen sowie, Zufall zwei, einen Koran und wird, Zufall drei, beim Aussteigen von einem Zeugen beobachtet. Jeder Muslim, zumal in seiner letzten "heiligen" Mission, würde wohl den Koran mitnehmen; und kein abgebrühter, jahrelang trainierter Top-Agent lässt Flugunterlagen in einem leeren Mietwagen zurück, es sei denn, er will eine Spur legen. Großer Zufall Nummer vier: der Selbstmordpilot mit One-way-ticket hat Gepäck dabei, nicht nur Handgepäck, sondern eine Tasche, die er aufgibt und die, Super-Zufall fünf, am Flughafen hängen bleibt. Sie enthält dann, Mega-Zufall sechs, das veröffentlichte Gebets- und Anleitungsskript.

Wenn der Selbstmordpilot, den uns FBI und CNN präsentieren, absichtlich eine Spur auf seine "Heldentat" hinterlassen wollte, warum hat er die Tasche dann aufgegeben und nicht einfach in der Halle stehen gelassen? Wenn das Skript in dieser Tasche Anweisungen für die letzten Minuten enthielt, warum war es dann nicht im Handgepäck ? Wenn es wirklich vom Drahtzieher der "Al-Quaida" verfasst wurde, warum enthält es dann einerseits völlig "un-arabische" Ausdrücke wie "100 Prozent" oder "optimistisch" - aber andererseits die Gebetszeilen des Morgengebets, die jedes Muslimkind auswendig kann und die überflüssigerweise komplett zitiert werden ?

Sollte das, wie Robert Fisk vermutet, mit den islamisch
uniformierten, weil aus dem christlichen Libanon stammenden Arabisch-Übersetzern der CIA zu tun haben? Bisher wurde nur die Übersetzung, nicht der Originaltext freigegeben. Dann könnte sich eventuell klären, ob ein Übersetzungsfehler vorliegt oder ob es sich um einen Fake handelt, d.h. die Fehler schon bei der ersten Übersetzung vom englischen ins arabische "Original" gemacht wurden...

Verbunden mit der schon vor vier Wochen hier gestellten Frage, warum Top-Terroristen Inlandsflüge, für die kein Ausweis gebraucht wird, unter ihrem echten Namen buchen - Giga-Zufall sieben ! - ergeben diese im Wortsinn "getürkten", auf muslimisch geschminkt erscheinenden Spuren alle keinen rechten Sinn - außer eben dem, ein völlig eindeutiges, unzweifelhaftes Täterumfeld zu profilieren, mit Indizien, die auch noch dem einfältigsten Vor-Abend-Krimi-Abonnenten sofort einleuchten.
Auf den von CNN veröffentlichten Fluglisten der Passagiere tauchen die 19 arabischen Täternamen übrigens gar nicht auf, was für die Profi-Paranoiker von PsyOpNews aber keine Überraschung darstellt, weil nach ihrer Theorie die Jets erstens automatisch ins Ziel gelenkt wurden und der lehrbuchmäßige Einsturz der WTC-Türme dann noch durch zusätzliche Sprengungen ferngesteuert war. Ähnlich wie beim Oklahoma-Bombing, dessen Ausmaß mit der Sprengstoffmenge, die
der "Einzeltäter" McVeigh deponierte, nach Ansicht vieler Experten nicht erklärbar ist, soll auch beim WTC nachgeholfen worden sein. Meinen jedenfalls die PsyOp-Spezialisten für psychologische Kriegführung - und weisen darauf hin, dass es zufällig dieselbe Abrissfirma ist, die nun den Milliarden-Auftrag für die WTC-Entsorgung (sprich: Spurenbeseitigung) erhalten hat: "Controlled Demoliton".
Mittlerweile hat die kontrollierte Demolierung Afghanistans begonnen und die Öffentlichkeit wird auf einen lange dauernden Krieg eingeschworen. Was die CIA-Theoretiker Brzezinski ("Die einzige Weltmacht") und Huntington ("Clash of Civilisations") planspielmäßig vorgedacht haben, wird in die Praxis umgesetzt. Der neue Erzfeind - "Islamischer Terror" - hat endlich seine Fratze gezeigt und liefert nun allemal Grund, den geo-strategischen Hot-Spot zwischen Europa und Asien unter Beschlag zu nehmen. Um zu verhindern, dass sich hier eine starke Achse Paris-Berlin-Moskau-Peking bildet, die in einigen Jahrzehnten der einzigen Weltmacht ökonomisch und militärisch gefährlich werden könnte; sowie um den Zusammenbruch des überbewerteten Dollars, der überschuldeten US-Ökonomie und damit des globalen Finanzsystems hinauszuzögern bzw. als "controlled demolition" einzuleiten.
Was sind ein paar tausend Tote an der Heimatfront, wenn es um den langfristigen Fortbestand des Imperiums, die Energiereserven für eine weiteres "amerikanisches Jahrhundert", eine neue Weltordnung und Weltwährung geht? War 1941 die Entscheidung von Henry Stimson und seiner Geheimdienstchefs, in Pearl Harbor zweitausend Seelen und ein paar Schiffe zu opfern, um die amerikanische Öffentlichkeit zum gegen Krieg gegen Hitler zu motivieren, nicht letztlich gerechtfertigt? Haben nicht die Vereinigten Staaten - und namentlich die Familie Bush - sowohl von der Aufrüstung und Finanzierung Hitlers und der IG Farben von 1929-1941, als auch von der anschließenden kontrollierten Demolierung, hervorragend profitiert? Sind die USA nicht als einzige Weltmacht aus dem erst 1989 beendeten 2. Weltkrieg hervorgegangen? Gibt es also, im Rückblick auf das 20. Jahrhundert, irgendetwas an der verdeckten Außenpolitik mit den netten Hurensöhnen Bin Hitler Bin Pinochet Bin Noriega Bin Ladin auszusetzen? Aus der ethischen Perspektive von Moral und Menschenrechten zwar eine ganze Menge, doch aus der Machtperspektive von Washington und Wallstreet - absolut nichts! Deshalb ist auch "9-11" ist als provozierter, observierter und zugelassener Kamikaze-Angriff a la Pearl Harbor vorstellbar - mit jedem Tag der im Nebulösem verlaufenden "Fahndung" ein bisschen mehr.

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Die Spur des Geldes

Mathias Bröckers 20.10.2001
The WTC Conspiracy XVI

Der Anschlag auf das WTC riss mich am 11.9. aus der Arbeit an einem Kapitel über die "Geldverschwörung", bei dem ich gerade im 12. Jahrhundert angelangt war, als sieben französische "arme Ritter" in Jerusalem den Templerorden gründeten. Angeblich nur um die nach dem erfolgreichen Kreuzzug nunmehr anrückenden Pilger im Heiligen Land zu beschützen. Tatsächlich aber hatten die frommen Ritter Profaneres im Sinn: Mit diversen Finanzinnovationen wie Schecks, Wechseln und "zinslosen" Pfandleihen gelang es ihnen, das seit Moses, Jesus und Mohammed in allen Religionen geltende Zinsverbot zu umschiffen. Diese trickreiche Geldvermehrung machte den Templerorden innerhalb kürzester Zeit zu einem multi-nationalen Finanz-Konzern, dessen Einfluss sich über das gesamte Europa und den Nahen Osten erstreckte.

Die Wall Street des Hochmittelalters lag in Paris und ihr World Trade Center war die Ordensburg der Tempelritter - bis die heilige Inquisition im Jahr 1307, im Auftrag des völlig verschuldeten Königs, den Pionieren der Hochfinanz den Garaus machte. Ähnlich wie mit der Wiederkehr Assassinen - mit denen die Templer übrigens immer gut konnten, so wie die Wall Street via CIA mit dem Jihad - scheint sich mit dem Angriff auf den Zwillings-Tempel der modernen Hochfinanz und dem an Mittelalterlichkeit kaum zu überbietenden Bin Laden als Groß-Inquisitor auch hier etwas zu wiederholen. Fragt sich nur, in wessen Auftrag er dieses Mal agiert. Und wie bei den Templern, denen in der Folge ein Wust von okkulten Mythen angedichtet wurden, folgt man bei der Lösung des Rätsels am besten der Spur des Geldes..
Dass die einzig wirklich heiße Spur zu den Hintermännern des WTC-Desasters, die vor dem Anschlag auffällig hohen Börsen-Umsätze mit Verkaufs-Optionen, also Wetten auf fallende Kurse von Airlines und Versicherungen, irgendwie im Sande verlaufen wird, hatten wir schon geahnt. Den 300 Milliarden Dollar-Kuchen, der allein im Welt-Drogengeschäft per anno umgesetzt wird, will sich keine Bank und kein Business-Tycoon entgehen lassen, weshalb es unkontrollierte Offshore-Banken, Steuer-Oasen und Großgeldwäsche auch fürderhin geben wird. An diesem Netzwerk des Finanzterrors, den Rückzugsburgen der modernen Raubritter, wird auch "enduring freedom" nicht ernsthaft rütteln. Daher zeigen auch die gleichgeschalteten Medien an der Verfolgung und Recherche handfester Hinweise auf die Geldspur kein Interesse, sonst hätte ein aufschlussreicher Artikel aus dem San Francisco Chronicle vom 29. Septemberschon längst für weltweite Schlagzeilen und Sondersendungen gesorgt. Vor allem in Deutschland, denn als eine der Banken, die in den Tagen vor dem Anschlag große Mengen Verkaufs-Optionen von "United Airlines" orderten, wird dort die

Bank "A.B.Brown" identifiziert - und die gehört niemand anderem als dem ehrenwerten Frankfurter Geldhaus mit den zwei Spiegeltürmen: der Deutschen Bank.
Hinter der Nachricht, dass die Deutsche Bank mit dem Zukauf von "Bankers Trust-A.B. Brown" 1999 zur größten Bank Europas avancierte, trat schon damals zurück, dass "A.B. Brown" unter den Top 20 der verdächtigen Geldwäschebanken der USA geführt wurde. Dass jetzt einer ihrer Kunden Anfang September das 20fache der durchschnittlich gehandelten Put-Optionen geordert haben soll, kann natürlich Zufall sein; die Quelle aus Börsenkreisen, der die "Chronicle"-Reporter diese Information verdanken, bleibt ungenannt.
Ein weiteres Puzzlestück freilich macht deutlich, warum sich Investigationen in dieser Richtung zwar lohnen würden, aber auch im Sande verlaufen dürften: Direktor von "A.B. Brown" und nach der Übernahme durch "Bankers-Trust" 1997 Vizedirektor und zuständig für "private Kundenbeziehungen" war "Buzzy" Krongard - seit März 2001 Executive Director und Nr. 3 der CIA. Oops!
Die in dem "Chronicle"-Bericht aufgeführten Transaktionen beziehen sich nur auf Options-Umsätze, die über die Börse in Chicago abgewickelt wurden und innerhalb weniger Tage Wettgewinne von 12-15 Millionen US-Dollar abwarfen. Was in New York, London, Frankfurt und an anderen großen Optionsbörsen ablief, bleibt bis auf nichtssagende Kurzmeldungen in der CNN-CIA-Version der Realität nach wie vor ausgeblendet. So wie der Insider-Spekulant, der nach Auskunft der Börsenaufsicht in Chicago United-Airlines-Optionen mit einem Gewinn von Höhe von 2,5 Millionen Dollar bisher nicht eingelöst hat. Sollte da einer von "Buzzys" Mitarbeitern, vielleicht mit der Observation der Terrorpiloten befasst, schnell noch eine kleine Privatwette bei der Hausbank abgeschlossen haben - und ihm wurde die Einlösung nach vier Tagen Börsenschließung zu heiß? Oder hat doch Bin Ladin seinen Bankern die Kauforder aus seiner Hindukush-Höhle durchgetrommelt und der reitende Bote ist noch unterwegs, die Scheine einzulösen? Wie auch immer - die entscheidende Frage ist, warum so etwas am 29. September in der größten Zeitung San Franciscos stehen kann und die Untersuchungsbehörden nicht am 30. September definitiv herausbekommen haben, welche Banken für welche Kunden Anfang September diese Wettscheine gekauft haben ? Müssen wir uns das doch so vorstellen, dass natürlich ein braver FBI-Agent in Chicago oder anderswo mit seinen Kollegen alle diese Finanztransaktionen natürlich längst recherchiert und den Ausdruck in einem dicken Konvolut seinem Chef übergeben hat - und nun wie ein verzweifelt realer Fox Mulder erleben muss, wie die weitere Verfolgung dieser Hinweise von oben unterdrückt wird? Das heißt: wir erfahren deshalb nichts über die einzige konkrete Spur auf Hintermänner und Mitwisser des Anschlags, weil diese Hinweise derzeit die "nationale Sicherheit" der Vereinigten Staaten bedrohen. Eben deshalb wohl sind auch alle 8 Flugschreiber aus 4 Flugzeugen angeblich so demoliert - obwohl sie die doppelte Hitze einer Kerosin-Explosion aushalten - dass keinerlei Daten mehr vorhanden sind. Sorry.
So offensichtlich es ist, dass die Spur des Geldes nicht weiter verfolgt wird, so mysteriös bleiben die aus dem Hut gezauberten 19 verdächtigten Täter mit arabischen Namen, das Puzzle der
Passagierlisten und die anderen Gebirge von Ungereimtheiten.
Um den 3. Weltkrieg zu beginnen, hat es gereicht - und auch für viel weitergehende Geldoperationen. Seit dem 11. 9. druckt die Federal Reserve Bank, in der Finanzwelt auch "der Tempel" genannt - ob in memoriam der heiligen Tempelritter oder wegen der Orakelsprüche ihres Oberpriesters Alan Greenspan ("Wenn Sie mich verstanden haben, habe ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt") ist unklar -, die FED also druckt seit dem Anschlag täglich ca. 1 Milliarde US-Dollar und entwertet den ohnehin überbewerteten Dollar damit nunmehr im Turbostil einer Bananenwährung - eine gigantische Inflationswelle, The Inflation Tsunami rollt auf die Vereinigten Staaten zu. Wenn nicht einmal diese dramatischen Skandale aus dem Hauptsaal des Tempels angemessen publiziert werden, wundert es nicht, dass auf dem schmutzigen, aber milliardenschweren Hinterhof des Banken- und Geldsystems die Finanztransaktionen im Zusammenhang mit dem WTC-Anschlag einfach völlig unter den Tisch zu fallen scheinen.

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Manus Manum Lavat - Money Money Lavamat

Mathias Bröckers 26.10.2001
The WTC Conspiracy XVII

Weil zwei Augias-Ställe - der Hinterhof des Geld-und Bankensystems und der Geheimdienste - auszumisten wären, würde sich ein mit wirklichen Befugnissen ausgestatteter Ermittler im WTC-Fall wahrscheinlich übermorgen mit einem Loch im Kopf wiederfinden. Denn was er schon auf den zweiten Blick entdecken würde, wäre der nationalen Sicherheit und damit der Öffentlichkeit nicht zumutbar.

Die Geldwäsche von ca. 500 Milliarden US-Dollar, die nach Ermittlungen eines US-Senatsausschusses per anno illegal ins Finanzsystem der USA eingeschleust werden, ist ein derart gigantisches Geschäft, dass jeder Versuch einer umfassenden gesetzlichen Kontrolle des "Private Banking" im Rahmen der Terrorbekämpfung einer Revolution gleichkäme. Der verzweifelte FBI-Agent wird bei seinen Recherchen, wer denn nun bei der "A.B.Brown" Bank (siehe Die Spur des Geldes) vor dem Anschlag Wetten auf fallende "United Airline"-Kurse abgeschlossen hat, deshalb auch auf keinen Namen und leibhaftigen Kontoinhaber stoßen, sondern auf ein nahezu undurchdringliches konspiratives Netz.
Dieses wie eine russische Puppe in der Puppe verschachtelte System von Offshore-Banken, Korrespondenz-Konten, Sammel-Kontingenten und diskreten Nummern-Depots ist als Allerheiligstes der Hochfinanz unantastbar - da müssen unerwünschte Nebenerscheinungen wie Terror- oder Drogenprobleme als Kollateralschaden schlicht hingenommen werden. Ebenso wie die Milliarden, die korrupte Diktatoren ihren Ländern abpressen und privat beiseite schaffen, in die sicheren Häfen der "Citibank" oder eines anderen der in dem Senatsbericht namhaft gemachten Top-Reinigungs-Institute. In diesem Sumpf versacken nicht nur die Ermittlungen der Insider-Spekulationen mit Airline-Aktien vor dem WTC-Anschlag, sondern auch die meisten anderen Nachforschungen nach wirklich großen kriminellen Fischen.
Ohne die Schnittstelle der Geldwäsche wären die virtuellen Raubritterburgen der Neuzeit - ob sie nun terroristische Assassinen, mafiose Drogen- und Waffen-Schieber oder korrupte Schlips-und Kragen-Betrüger beherbergen - von der Außenwelt isoliert. Die Zugbrücken hochzuziehen, d.h. innere Finanz-Sicherheit samt Fingerabdruck jedes Kontoinhabers herzustellen, wäre ebenso möglich wie die Beobachtung sämtlicher Kontobewegungen. Wir könnten sie von der Verwendung ihres dirty money ohne weiteres abschneiden. Warum es nicht geschieht - diese Frage lässt wohl nur eine Antwort zu: Wir werden nicht von unseren gewählten Regierungen, sondern von den Raubrittern regiert. Kürzlich berichtete die New York Times, dass eine ganze Gruppe von ihnen, Banker und Großindustrielle, bei Präsident Bush dagegen opponiert, die geplanten Anti-Geldwäsche-Gesetze mit in die neue "Anti-Terror-Bill" aufzunehmen: dies würde die "internationale Kokurrenzfähigkeit" beeinträchtigen. Anders als bei sauberem Geld, bei dem sich die Banker in der Regel mit Profitmargen von 5-10% bescheiden müssen, bleiben beim dirty money 25% pro Jahr hängen. Eine solche Cash-Kuh gibt niemand freiwillig her.
Es ist keine spekulative Indizienkette, kein paranoisches Konspirationsdenken, keine dubiose Verschwörungstheorie, sondern definitive Tatsache, dass unser Geldsystem unter dem Stichwort "Bankgeheimnis" eine höchst reale Verschwörung deckt, befördert und mit aller Macht verteidigt, und dass dieses konspirative Netz diskreter Finanztransaktionen organisierte Kriminalität, Korruption und Terrorismus im größeren Stil überhaupt erst ermöglicht. Diesem Netzwerk zum Wohle der inneren und globalen Sicherheit auf der nach oben offenen "Schill-Y-Skala" Kontroll- und Daumenschrauben anzulegen, wäre die große Chance, die das WTC-Desaster birgt. Dafür wäre aber weniger die Lufthoheit über Afghanistan gefordert als die Überwachungshoheit über die Banken der Bahamas, Cayman-Inseln et.al. sowie ihrer ehrenwerten Korrespondenz-Institute in den USA und Europa. Da eine solche nicht gegeben wird, kommen die Ermittler auf der Geldspur nicht weiter.
Bleiben die Spuren zu den vermeintlichen Tätern. Hier hatten wir von Anfang an den starken Verdacht, dass eine solche Großoperation nicht unbemerkt von den Geheimdiensten vorbereitet und ausgeführt werden kann - und die bis dato präsentierten Beweise wie der
liegengebliebene Koran, die zweifelhaften Formulierungen des Anweisungsschreibens usw. haben diesen Verdacht eher noch verstärkt. Und wenn der Bericht der Times of India über die letzte Woche erfolgte Absetzung des pakistanischen Geheimdienstchefs zutrifft - in seinem Auftrag sollen 100.000 US-Dollar überwiesen worden sein, und zwar an niemand anderen als an den "Terrorpiloten" Atta -, dann sind wir mittendrin in einem Geheimdienstplot, bei dem selbst einem fulminanten Altmeister wie John le Carré noch die Haare zu Berge stehen dürften.
Da mittlerweile auch das "Wall Street Journal" die Angaben der "Times of India" widerspruchslos zitiert hat, könnten sie der Wahrheit ziemlich nahe kommen. Generaleutnant Mahmud Ahmad war nicht nur Direktor von Islamabads "Inter-Services-Intelligence" (ISI) - dem über 100.000 Mann starken Gestapo/Stasi-ähnlichen Geheimdienst Pakistans -, sondern auch einer der Architekten des Militärcoups, mit dem der amtierende Diktator General Musharraf an die Macht geputscht wurde. Das FBI wies ihm mit Hilfe des indischen Geheimdiensts Verbindungen zur Entführung einer indischen Passagiermaschine 1999 nach, namentlich zu einem islamistischen Militanten (mit britischem Pass), Umar Sheik, der mit zwei Genossen im Austausch zu den entführten Passagieren aus indischer Haft nach Pakistan entlassen worden war - um fortan eine Top-Position bei der ISI einzunehmen. Umar Sheik soll die Überweisung auf Attas Konto ausgeführt haben. Nun, wenn es sich bei Atta & Co. um ein Spezialteam, eine Art "Delta Force" der "Jihad Inc." ( Jihad Inc. - Made in USA) zu handeln scheint, das von einem ISI-Spitzenagenten, den man für eine ganze Flugzeugladung Geißeln freigepresst hat, gesteuert und finanziert wurde, dann stellt sich eigentlich nur noch die Frage, ob der WTC-Job mit oder ohne Hilfe des großen ISI-Bruders CIA (bzw. der Briten) durchgeführt wurde. Bei seinem Besuch am 16. Oktober hat Außenminister Powell dem Militärdiktator Musharraf jedenfalls das "enduring commitment" der USA zugesagt.
Richtig übel zu nehmen scheint man den Pakistanis die Überweisung an die Terrorpiloten offenbar nicht. Mr. Carré, übernehmen Sie!

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Jenseits von Bush und Böse

Mathias Bröckers 31.10.2001
The WTC Conspiracy XVIII

"Das Gegenteil einer großen Wahrheit ist auch eine große Wahrheit", hat der Quantenpyhsiker Nils Bohr einmal über das Beobachtungsparadox von Teilchen und Welle gesagt. Diese Kunst der nicht-dualistischen Wahrheitsfindung gilt es auch bei der Beobachtung des WTC-Falls anzuwenden. Zivilisation vs. Barbarei, "Freiheit" vs. "Terror", Kreuzzug vs. Jihad, New World Order vs. Gottesstaat, Ölgeschäft vs. Kyoto-Protokoll, CIA vs. Al Quaida, gepamperter, millionenschwerer Öl-Erbe vs. gepamperter , millionenschwerer Öl-Erbe: nicht nur eines, alle dieser bi-polaren Einflussfelder spielen eine Rolle in den aktuellen Erschütterungen. Ihre genauen Anteile können im Nebel des Kriegs, in Zeiten der Nachrichtensperre und der psychologischen Kriegsführung nur schwer identifiziert werden - aber Muster, Strukturen, Parallelen sind erkennbar.

Um das Jahr 70 v.u.Z. fasste ein ehrgeiziger Senator der römischen Republik, Marcus Crassus, den Entschluss, die Regierung zu übernehmen. Crassus gilt als der Erfinder der Feuerwehr und verdankte sein Vermögen als größter privater Grundbesitzer Roms seiner speziellen Auslegung dieses Berufsstands: Er eilte mit seinen Löschtrupps zu brennenden Gebäuden und machte ein Angebot, das Haus zu einem Bruchteil des Werts zu kaufen. Willigte der Besitzer ein, wurde gelöscht, verweigerte er den Verkauf, zogen die Feuerwehrsklaven wieder ab.
Ähnlich galant wie bei der Ausweitung seines Business ging Crassus bei der Aufweichung der republikanisch eng begrenzten Machtbefugnisse des Senats vor, doch dazu brauchte er einen passenden Brandstifter. Kurz zuvor waren die Sklavenaufstände niedergeschlagen worden und ihr Anführer Spartacus hatte mit seinen Leuten eine Kaufmannsflotte angeheuert, um in die Freiheit zu segeln. Crassus ließ die Flotte bestechen, ohne ihn abzufahren und platzierte zwei römische
Garnisonen so, dass Spartakus zu einem Rückweg Richtung Rom gezwungen wurde. Mit der Nachricht, dass die gefürchteten Gladiatoren wieder im Anmarsch seien und Terror drohe, wurde Crassus umgehend zum "Praetor" ernannt. Er ließ Spartakus und seine Truppe niedermachen und wurde darauf zum Konsul gewählt. Damit war das Ende der demokratischen Republik gekommen, nach einem Übergangs-Triumvirat herrschten in Rom fortan mit diktatorischen Befugnissen ausgestattete gottgleiche Kaiser. Von Gnaden des Immobilienlöwen Crassus wurde als erster Julius Caesar installiert ...
Nicht nur der Film "Wag The Dog", auch diese antike Geschichte scheint auf das aktuelle amerikanische Imperium zu passen. Da ist das Ende der kommunistischen "Sklavenaufstände", ein im Verschwinden begriffener Feind. Da ist ein ehrgeiziger Senator, der sich mit Hilfe seiner reichen Familie ins Präsidentenamt gemogelt hat ( Hätte Al Gore doch die Präsidentschaftswahl gewonnen?) und den Nimbus von gekaufter Wahl dringend abstreifen muss. Da sind die
Geschäftsvebindungen des Vaters zu islamistischen Milliardären1 und ihren "Gladiatoren", die einst im Auftrag des Imperiums kämpften, die es aber jetzt hassen, weil die "Römer" Saudi-Arabien besetzt haben. Wenn man diese Kämpfer nun in eine Lage manövrieren würde, dass sie "Rom" angreifen, die Bürger in Angst und Schrecken versetzen und der unbedarfte Sohn sie in einer großen Schlacht ein für allemal besiegen könnte, würde das nicht nur sein äußeres Profil als Präsident stärken, sondern vor allem einen immensen Zuwachs an innerer Kontrolle und Macht bringen. Und an Geschäften.2 Denkt George W. Bush (bzw. sein Vater für ihn) in denselben Strukturen wie Marcus L. Crassus? Wenn man die "imperiale" Brille aufsetzt, scheint das Muster ziemlich identisch, zumal unter Beachtung der entscheidende Frage, wem um alles in der Welt der Anschlag denn nun nützlich war. Außer dem über Nacht zum Weltstaatsmann mutierten Wahlbetrüger Dubya und den mit Etataufstockung belohnten Geheimdiensten sehe ich auf der Gewinnerseite bis dato absolut niemanden.
Doch wer ein gutes Motiv hat, ist noch lange kein Täter. Auch wenn diese selbstverständliche Unschuldsvermutung im Falle Bin Ladin außer Kraft gesetzt wurde, wäre es falsch, nun im Gegenzug den finsteren Bush-Clan als Urheber allen Übels zu dämonisieren. Der Fehler der meisten Verschwörungstheorien ist, dass sie den linearen Einfluss der Handelnden über- und die dynamische Komplexität der Prozesse unterschätzen - sowie die Macht von Murphys Law und die Allgegenwart von Dummheit. Auch wenn Crassus ein intriganter Polit-Geschäftsmann war, der seine Macht nach der Methode "Bereite die Lösung vor und schaffe dann das Problem" skrupellos ausweitete, und auch wenn die Ölmänner des Bush-Clans ihre Golfkriegs-Feuerwehr bei den
Geschäftspartnern im Irak und in Kuweit bisweilen durchaus im Crassus-Stil einsetzen -, sie sind nicht einzigen Einflussfaktoren in diesen Prozessen. Dass Hitler mit seiner 300.000-köpfigen Privatarmee ab 1930 den Terror veranstalten konnte, zu dessen Beseitigung er dann nach dem WTC-ähnlichen, symbolträchtigen Schock des Reichtagsbrands als Diktator antrat, geht nicht allein auf seinen Finanzier Fritz Thyssen und seinen US-Vermögensverwalter, Großvater Bush persönlich, zurück - und doch sind solche Kraftlinien oder die Rädchen, die von entscheidenden Leuten an entscheidenden Stellen diskret gedreht werden, für die Beurteilung historischer Prozesse von großer Bedeutung. NICHT an Verschwörungen zu denken, ist ebenso naiv, wie ALLES einer Verschwörung zuzuschreiben.
Auch wenn sich in der Kette merkwürdiger Zufälle, die wir seit dem Anschlag zusammengestellt haben, einige aufgeklärt haben, so muss man sich seit einiger Zeit auch bei US-Inlandsflügen ausweisen, weshalb Atta & Co Tickets unter ihren echten Namen bestellten. Auch ein Flugschreiber des Pennsylvania-Crash wurde gefunden. Es sind also nicht alle acht Recorder vermisst bzw. unlesbar. Dennoch sind so viele weitere Merkwürdigkeiten hinzugekommen, wie zuletzt die Finanzierung Attas durch den pakistanischen Geheimdienst, dass es nachgerade unverantwortlich wäre, die Mainstreamversion der Realität zu akzeptieren. Zumal nach sechs Wochen und der größten Polizeiaktion aller Zeiten an Spuren und Beweisen kaum mehr vorhanden ist als sechs Stunden nach der Tat. Geopolitisch aber hat sich in diesen sechs Wochen mehr verschoben als in der ganzen Dekade davor, und nach einem langen Telefonat von Bush und Putin - am 23. (!) September verschoben sie nach einem Bericht des israelischen Intelligence-Diensts debka-files in einem 70-minütigen Gespräch die Weltkoordinaten - wurden sogar mirakulöse Transformationswunder gemeldet: die Garnisonen tschetschenischer "freedom fighthers" verwandelten sich auf CNN über Nacht in "terrorists with clear links to Osama Bin Ladin". Nun glaube ich zwar durchaus an die Möglichkeit von Marienerscheinungen - zumindest bei schönem Wetter -, und dass ein Individuum durch schockartige Illumination vom Saulus zum Paulus mutiert, mag bisweilen auch vorkommen - aber gleich eine ganze Armee? Wer sich angesichts derartiger Großwunder fragt, ob in seinem Gehirn etwas nicht stimmt oder in der Realität, sei versichert: Es ist nicht das Gehirn! Jenseits von Bush und Böse tut sich ein Abgrund auf.

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Ein lange geplanter Krieg

Mathias Bröckers 02.11.2001
The WTC Conspiracy IXX

Verschwörungstheorien sind laut Robert Anton Wilson immer "Spaghetti-Theorien": egal welchen Faden man herauszieht, man macht sich die Finger schmutzig. Da aber das Menü bei McMedia zu den Hintergründen des WTC-Falls seit sechs Wochen immer nur denselben abgenagten Knochen anbietet, müssen wir wohl weiter in den Spaghetti-Topf greifen - heute: al Olio.

US-Ölkonzerne wollen eine Pipeline vom Kaspischen Meer nach Pakistan bauen. Die Route durch Afghanistan ist wegen der amtierenden Regierung ungesichert, also werden die Taliban in einem Krieg beseitigt, der vermeintlich gegen den Terror, eigentlich aber ums Öl geht. So weit, so logisch, und wenn wir die Öl-Brille schon mal aufhaben, entdecken wir auch gleich noch, dass der letzte Chef der Firma Halliburton, die den Milliardenjob für Bau und Versorgung der Pipeline übernehmen will und eine Expertise darüber erstellt hat, zufällig Vizepräsident wurde und Dick Cheney heißt.
Die kaspischen "Pipedreams" der Öl-Multis existieren nicht erst seit vorgestern: Schon bei der Installation des Taliban-Regimes durch Pakistan und die CIA waren die "Schüler des Islam" als Wächter der Pipeline auserkoren und verhandelten darüber auf höchster Ebene mit den Amerikanern. Erst als Menschrechtsorganisationen und die amerikanischen Grünen bei der Clinton-Administration massiv auf die frauenverachtende Terrorpolitik in Afghanistan aufmerksam machten, sahen sich die Ölmänner der texanischen UNOCAL genötigt, ihre Verhandlungen mit den Taliban abzubrechen - 1998 wurde der Pipelineplan offiziell auf Eis gelegt.
Inoffiziell aber wurde, wie Jane's Security berichtet, schon damals beschlossen, die Situation nicht einfach hinzunehmen und eine Allianz mit Indien und Russland zu suchen, um die Taliban mit militärischen Mitteln unter Druck zu setzen: der Angriff, der Ende September eingesetzt hat, war seit Jahren geplant !!!
Nur welcher US-Bürger hätte einem Krieg zugestimmt, um die privaten Ölgeschäfte des Präsidenten und seines Vize zu betreiben ? Bei einem "Krieg gegen den Terror" freilich sieht das anders aus: Wer da nicht zustimmt und auf die schnöden Geschäftsinteressen verweist, gilt quasi automatisch als unpatriotischer Unmensch. Weil der Imperativ des billigen Öls die US-Außenpolitik seit vielen Jahrzehnten diktiert, hatten wir schon vor einigen Wochen vermutet, dass bei den Ermittlungen des WTC-Anschlags sicher bald "Spuren" auftauchen, die auf den Irak weisen. Und siehe da: der Terrorpilot Atta soll sich in Prag mehrfach mit einem Konsul der irakischen Botschaft getroffen haben und dabei, so der tschechische Geheimdienst, könnte auch Anthrax übergeben worden sein. Ist es ein Zufall, dass diese "Spur" jetzt auftaucht und groß gemeldet wird, während die wirklich sensationelle Enthüllung der "Times of India", dass Atta vom pakistanischen Geheimdienst Geld erhalten hat - also im Auftrag des engsten amerikanischem Verbündeten agierte - keinerlei Widerhall in den Medien gefunden hat ( Manus Manum Lavat - Money Money Lavamat? Wird demnächst "eindeutig" nachgewiesen, dass irgendeiner der Briefe mit Milzbrand-Erregern aus eben jenem Stamm bestückt war, den man seinerzeit dem netten Hurensohn Saddam verkaufte? Der wird sich an vergiftete Briefe im übrigen noch gut erinnern, denn Anfang der 60er war er als Offizier an der Operation beteiligt, mit der die Amerikaner den sowjet-freundlichen Machthaber General Kassem beseitigen wollten. Während die CIA Saddams Ba'aht-Partei mit Adressen von "Kommunisten" versorgte, die dann von Killerkommandos erledigt wurden, ließ ihr Chef-Chemiker Sydney Gottlieb - der berüchtigte Leiter des Drogen- und Gehirnwäsche-Projekts MK ULTRA - ein mit Sporen vergiftetes Taschentuch an die Privatadresse des Generals senden. Wenn auch ohne direkten Erfolg - Kassem wurde erst bei dem späteren Putsch erschossen.

In den Tagen nach dem Anschlag wunderte ich mich, warum in den Medien soviel von möglichen Folgeattacken durch Biokampfstoffe wie Anthrax die Rede war. Als dann zwei Wochen später die ersten Fälle auftauchten, schien mir die Panikmache dann wie eine "selfullfilling prophecy". Hatte man damit nur ein paar irre Trittbrettfahrer und Angehöriger rechtsradikale Milizen, die in der Vergangenheit schon Anschläge mit dem Milzbranderreger ausgeführt hatten, animiert? Oder war die Anthrax-Hysterie eine psychologische Operation, mit der zum einen vom völligen Versagen der Behörden bei der Verhinderung und Aufklärung des WTC-Anschlags abgelenkt und ein Angstklima zur Durchsetzung von Überwachungs- und "Homeland Security"-Gesetzen geschaffen werden sollte - und zum anderen eine Spur auf den nächsten Gegner im geopolitischen "Great Game" vorbereitet werden sollte? Wenn Bagdad demnächst tatsächlich wegen Anthrax in die Schusslinie geraten sollte, können wir davon ausgehen, dass es sich bei den mysteriösen Anthrax-Briefen nicht um Sendungen von "Al Qaida" handelt, sondern um "black valentine"-Grüße aus der CIA-Giftküche. Dass es sich bei der Bombardierung Afghanistans nicht um eine Polizeiaktion zur Ergreifung von Terroristen handelt, wird mit jedem Tag deutlicher. Die Ausdehnung des Kriegs auf den Irak allerdings würde in der gegenwärtigen Situation zu einem sofortigen Bruch der ohnehin instabilen "Anti-Terror"-Allianz führen. Erst nach einem weiteren schrecklichen Anschlag oder einem Attentat auf einen hochrangigen Staatsmann sähe das anders aus. Da die US-Öffentlichkeit das stumpfsinnige Bombardieren afghanischer Hütten nicht weitere drei Wochen klaglos hinnehmen wird, müsste dieser bald erfolgen - möglicherweise, um die "Allianz" zusammenzuschweißen, nicht in den USA, sondern in Europa. Wenn dabei dann "Beweise" auf irakische Mittäterschaft auftauchen, wäre es wirklich höchste Zeit, einen bestimmten "harbor of terrorists" wenn nicht unter Beschuss, so doch unter allerstrengste Observation zu nehmen: das Hauptquartier der Central Intelligence Agency in Langley.

Auch die indische Autorin Arundhati Roy, deren freundliche Erwähnung Ulrich Wickert fast den Job gekostet hätte, spart in einem weiteren fulminanten Aufsatz im Guardian nicht mit Kritik an der CIA und ihrem unrühmlichen pakistanischen Partner ISI. Und sie vergisst auch nicht, die Carlyle-Group zu erwähnen, eine der größten US-Investmentgruppen im Militärbereich, in der nicht nur die Bush- und die Laden Familie aufs engste verbandelt sind, sondern auch noch einige andere Köpfe der US-Administration Windfall-Profite vom Afghanistan-Krieg erwarten dürfen. Hier vermutet Roy auch den Grund, warum Bush seine Ankündigung, "nicht mit 2-Mio.Dollar-Raketen auf 10-Dollar-Zelte zu feuern und ein Kamel in den Hintern zu treffen", seit Wochen Lügen straft.

"Präsident Bush sollte wissen, dass es in Afghanistan keine Ziele gibt, die dem Geldwert seiner Raketen entsprechen. Vielleicht sollte er, zum Ausgleich der Bilanzen, ein paar billigere Raketen entwickeln, für die billigeren Ziele und billigeren Leben in den ärmeren Ländern der Welt. Aber dies würde dann ein nicht so gutes Geschäft für die Waffenproduzenten der Koalition bedeuten. Es würde zu Beispiel keinerlei Sinn für die Carlyle Group machen, die im "Industry Standard" als "weltgrößte private Investitionsbank" beschrieben wird und 13 Milliarden Dollar verwaltet. Carlyle investiert im Rüstungssektor und verdient sein Geld mit kriegerischen Konflikten und Waffenausgaben. Carlyle wird von Männern mit hervorragenden Referenzen geleitet: Geschäftsführender Direktor ist der frühere Verteidigungsminister Frank Carlucci - ein College-Freund von Donald Rumsfeld. Weitere Partner sind der ehemalige Minister James Baker, George Soros und Fred Malek (der Kampagnen-Manager von Bush senior). Der "Baltimore Chronicle" berichtet, dass Bush sr. Investitionen für Carlyle auf den asiatischen Märkten akquiriert und für seine "Präsentationen" nicht unerhebliche Geldsummen erhält."

Bemerkenswert ist, wie der "Spiegel online", der Roys "Guardian"-Artikel mittlerweile übernommen hat, den oben ziemlich wortgetreu übersetzten Abschnitt für die deutsche Leserschaft wiedergibt:

"Präsident Bush sollte wissen, dass es in Afghanistan keine Ziele gibt, die den Preis seiner Raketen wert sind. Vielleicht sollte er ein paar billigere Raketen für billigere Ziele und billigere Leute in den armen Ländern der Welt bauen, und wäre es nur für den Etatausgleich. Doch das erschiene am Ende den Waffenherstellern der Koalition als nicht sehr vernünftig, geschäftlich gesehen."

Das wars. Die entscheidende Passage, wer die Geschäfte macht - Bush sen. und seine alte Clique, also genau das, was die überbezahlten Journalisten beim "Spiegel" noch viel genauer und im Detail zu recherchieren hätten - ist ersatzlos gestrichen. Warum? Platzgründe können es nicht gewesen sein, Zufall ist es aber auch nicht. Es muss wohl damit zu tun haben, dass eine Erwähnung dieser Namen auf die deutsche Solidarität mit Bushs Kolonialkrieg unter Umständen wehrkraftzersetzend wirken könnte. Und da greifen die kleinen völkischen Beobachter beim "Spiegel" dann doch lieber zur vorauseilenden Zensur ...

Bisher hatten wir bei der entscheidenden Frage "Cui bono?" auf der Gewinnerseite nur Bush jr. und die amerikanischen Geheimdienste gelistet, die mit riesigen Image- bzw. Etat-Gewinnen von der Katastrophe profitiert haben. Die Rüstungsindustrie und freundliche Familienunternehmen wie Carlyle können nun ebenfalls als direkte Profiteure namhaft gemacht werden - außer ihnen nützen die irrsinnigen Bombardements keinem Menschen auf der Welt.

"Dieser Krieg ist ein Betrug!" titelt denn auch mittlerweile schon der konservative britische Mirror eine flammende Reportage seines Chefkorrespondenten - und verweist unter anderem darauf, dass der größte Abnehmer britischer Waffen Saudi-Arabien ist, der Hauptunterstützer des Jihad, und dass es nicht um die Ergreifung der vermuteten Terroristen geht, von denen keiner aus Afghanistan stammt, sondern um die Eroberung einer neuen "Öl-Kolonie".

Die Stimmung an der ideologischen Heimatfront kippt. Um die Seelen weiter in Angst zu halten und die Herzen für den "war on terror" zu begeistern, braucht es bald einen neuen psychologischen Push. Wenn dieser Krieg so lange geplant war, wie es scheint, sollte er jetzt an einem ausbleibenden Terroranschlag nicht scheitern.

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Juli 2001: Usama meets CIA !

Mathias Bröckers 04.11.2001
The WTC Conspiracy XX

Ein von Kritikern des konspirologischen Denkens oft angeführter Einwand lautet, dass es bei großen Verschwörungen mit vielen Beteiligten, wie z.B. dem Kennedy-Mord, unmöglich sei, alle Zeugen und Beweise über Jahre oder Jahrzehnte unter der Decke zu halten. Schon aufgrund dieser Unwahrscheinlichkeit könnten solche Verschwörungstheorien in den seltensten Fällen zutreffen. Das scheint auf den ersten Blick einleuchtend, auf den zweiten aber auch etwas naiv, denn nur die allerdümmsten Verschwörer weihen sämtliche Beteiligte in den gesamten Plan ein. In aller Regel arbeitet schon die einfachste Mafia-Struktur nach dem "need to know" -Prinzip: das einzelne kleine Rädchen weiß nur, was es wissen muss, und wenig oder gar nichts über das ganze Vorhaben - auch wenn der eine oder andere Beteiligte auffliegt, bleiben die Köpfe der Verschwörung.

Was den WTC-Anschlag betrifft, könnte auch eine solche Großverschwörung nicht auf Dauer völlig unter der Decke bleiben, ganz gleich, ob sie nun von Geheimorganisationen wie "Al Qaida" ausgeführt wurde oder von solchen wie "CIA", von beiden zusammen oder von jemand ganz anderem. Das eine oder andere Rädchen wird auftauchen, enttarnt werden, ans Tageslicht kommen - die Gesamtstruktur ist damit aber noch lange nicht aufgedeckt, zumal es gleichzeitig Bemühungen gibt zu vertuschen, zu tarnen, zu täuschen.

Ein mögliches kleines Rädchen in diesem merkwürdigen Fall sitzt derzeit in Kanada im Gefängnis. Seine Geschichte, die in der Tageszeitung Toronto Star berichtet wird, ist so verrückt, dass sie eigentlich nicht erfunden sein kann. Der 35-jährige US-Amerikaner Delmart E. Vreeland wurde vor einigen Monaten in Toronto wegen Betrugs mit gefälschten Kreditkarten verhaftet, wegen ähnlicher Vergehen in Kalifornien und Florida stellten die USA einen Auslieferungsantrag. Nach seiner Festnahme behauptete Vreeland, Mitarbeiter des Geheimdiensts der US-Navy und bei verdeckten Operationen beteiligt gewesen zu sein. Er verlangte Mitarbeiter des kanadischen Geheimdiensts zu sprechen, um eine Aussage zu machen: Er hätte Informationen über einen bevorstehenden großen Terroranschlag.

Man schenkte ihm keinen Glauben, zumal eine Anfrage bei der Navy ergeben hatte, dass er 1986 nach zwei Jahren Dienst "unehrenhaft" entlassen worden sei. Vreeland behauptet dagegen, von 1986 an im Auftrag der Navy Drogenschmuggel organisiert und danach weitere verdeckte Tätigkeiten ausgeübt zu haben. Da man ihn als gewöhnlichen Kriminellen einstufte und nicht weiter anhörte, verfasste er vier Wochen vor den Anschlägen eine schriftliche Aussage mit seinen Informationen und übergab sie den Gefängniswärtern in einem verschlossenen Kuvert zu seinen Akten. Diese öffneten das Schreiben am 14. 9. und stellten es umgehend den Regierungsbehörden in Ottawa zu.

Über den Inhalt des Schreibens ist bei der Gerichtsverhandlung gegen Vreeland bisher nichts bekannt geworden. Seine Anwälte bekämpfen das Auslieferungsbegehren, weil ihrem Mandanten in den USA angeblich die Todesstrafe drohen würde. Da aber selbst George W. Bush wegen Kreditkartenbetrug niemanden hinrichten lässt, bleibt der Fall weiter interessant.

Dass ein am Rande des Geschehens irgendwo involviertes kleines Rädchen ein bisschen recherchiert, zwei und zwei zusammenzählt, die Lücken mit Phantasie auffüllt und gegenüber den Behörden den Plan einer Großverschwörung auspackt, um seine Haut zu retten, ist vorstellbar. Auch dass ein vielleicht in die Halbwelt abgeglittener Exmitarbeiter und Möchtegern-James-Bond - mit ungedeckten Schecks soll sich Vreeland u.a. eine Yacht und Wagenladungen besten Champagners beschafft haben - für die "Firma" bisweilen noch halbseidene Jobs erledigt, scheint nicht untypisch. Fragt sich nur, was passiert, wenn Vreelands ominöse Aussage tatsächlich Informationen über den Anschlag enthalten?

Doch während ich noch über die Nebenrollen kleiner halbseidener Agenten nachdenke, lässt die Pariser Tageszeitung "Figaro" eine Bombe hochgehen, die über die dubiose Rolle kleiner Randfiguren weit hinausgeht: Der Statthalter der CIA in Dubai stattete im Sommer dieses Jahres im dortigen "American Hospital" einen Lazarettbesuch der besonderen Art ab, nämlich beim derzeitigen Weltfeind Nr. 1 Usama Bin Ladin, der dort vom 4. bis zum 14. Juli 2001 stationiert gewesen sein soll:

"Während seines Krankenhausaufenthalts empfing Bin Ladin viele Besuche von Familienmitgliedern und prominenten Saudis und Emiratis. Dabei war auch der lokale CIA-Agent, den viele in Dubai kennen und der gesehen wurde, als er den Hauptaufzug zu Bin Ladins Krankenzimmer nahm. Einige Tage später prahlte er einigen Freunden gegenüber, dass er Bin Ladin besucht habe. Amtliche Quellen berichten, dass der CIA-Agent am 15. Juli, dem Tag nach dem Bin Ladin nach Quetta (Pakistan) zurückkehrte, in das Hauptquartier zurückgerufen wurde."

Diesem Mann von der Filiale der "Firma" in Dubai rinmal interviewmäßig auf den Zahn zu fühlen, um was es denn acht Wochen vor dem Anschlag beim Plauderstündchen mit dem topterroristischen Urologie-Patienten so ging, im Großen und Ganzen und im Besonderen, wäre journalistisch sicher eine reizvolle Aufgabe. Was bringt man so einem prominenten Millionärsbösewicht, der ja schon alles hat, beim Krankenbesuch Besonderes mit? Eine Handvoll Teppichmesser sicher nicht, ein Döschen Anthrax vielleicht - mit freundlichen Empfehlungen der chemischen Abteilung -, ein Kilo Koks zur Erfrischung ermatteter heiligen Krieger, den letzten Geschäftsbericht der Carlyle-Group - mit Grüßen von der ganzen Familie Bush an die ganzen Familie Ladin? Oder die notwendigen Codes für die Hijacker, um die Flugsicherung austricksen und Direkttelefonate mit der Air-Force-One führen zu können (Bush soll kurz nach dem Anschlag einen "Drohanruf" direkt in seinen Flieger erhalten haben?

Schade, dass ein solches Interview aus Gründen der "nationalen Sicherheit" derzeit nicht geführt werden kann. Auch die Frage, warum Usama am 14. Juli unbehelligt von der US-Air Force mit seinem Privatjet von Dubai nach Pakistan zurückschweben und in seiner Höhle verschwinden konnte, muss deshalb unbeantwortet bleiben. Aber sie liefert einen Grund mehr, das Schläfernest des CIA-Hauptquartiers Langley nicht mehr nur unter Observation, sondern langsam vielleicht auch unter Beschuss zu nehmen.

Die konspirative Einflussachse "CIA-ISI-Ossama-Taliban", die wir hier seit Wochen ventilieren, ist mittlerweile aus dem Bereich der Vermutungen anhand von Indizien und des Verdachts aufgrund historischer Parallelen in den Bereich des Faktischen getreten. Ein detaillierter Artikel von Professor Michel Chossudovsky: " Cover-up Or Complicity of The Bush Administration? The Role of Pakistan's Military Intelligence Agency (ISI) in the September 11 attacks!" vom 2. November zeigt es wohl dokumentiert auf. Wo war der wegen der Überweisung an Atta mittlerweile entlassene ISI-Direktor, Generaleutnant Mahmud Ahmad (siehe Manus Manum Lavat - Money Money Lavamat), am 11. September? In den USA. Und was tat er da? Er führte schon in den Tagen vor dem Anschlag Gespräche mit Spitzenvertretern des Pentagon und des Auswärtigen Auschusses ... über die Nachkriegsordnung

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Wenn die CIA nicht involviert war ,
was hat sie stattdessen getan ?


Mathias Bröckers13.11.2001
The WTC Conspiracy XXI

Eine der Gefahren des Verschwörungsdenkens ist die Überschätzung der Kausalität, des direkten und allumfassenden Einflusses der Verschwörer, des linearen Ablaufs von Ursache-Wirkungs-Ketten. Aus der Quantenphysik und der Chaosforschung wissen wir aber, dass es Wirkungen ohne Ursache gibt und dass gewaltige Wirkungen durch das Aufschaukeln winziger, scheinbar unbedeutender Schmetterlingsflügel entstehen können. In offenen Systemen - also in der Realität, im Leben und auch bei der WTC-Conspiracy - geht es nichtlinearer, fuzzyhafter, chaotischer zu, als der kriminalistischen Logik lieb sein kann.


Bin Ladin bei seinem Interview mit dem Dawn-Journalisten

Einer meiner ersten Gedanken, als ich den zweiten Flieger in den Turm rasen sah, war: "Wer so etwas tut, muss furchtbar verletzt worden sein." Mit einer normalen Eskalation von Aggression, wie sie sich vom Spielplatz über die Konkurrenzsituationen der Arbeitswelt bis auf die Schlachtfelder und Kriegsschauplätze fortsetzt, hatte dieser grenzüberschreitende Gewaltakt nichts mehr zu tun. Hier trat nicht nur ein ungeliebtes, verängstigtes, wütendes Kind einem anderen die schöne Sandburg kaputt, es entlud sich vielmehr eine Aggression, die den ganzen Sandkasten in Schutt und Asche legte. Bei der Erforschung der Hintergründe der Tat müsste irgendwo dieses zutiefst verletzte, maßlos enttäuschte "Kind" zu finden sein. Da es von Emotionen gesteuert wird, kann man sich es allerdings nur schwer als planenden Aktivisten in einer abgebrühten, coolen Verschwörung vorstellen.

Auf der Suche welches der Kinder, die "Onkel Sam" großgezogen hat, so enttäuscht worden ist, dass es seinem Übervater so etwas Schreckliches antun kann, stoßen wir schnell auf jene etwa 100.000 jungen Männer, die seit Anfang der 80er Jahre durch die Gehirnwäsche- und Guerilla-Lager in Pakistan geschleust wurden, um im heiligen Krieg gegen den Kommunismus zu kämpfen (siehe Jihad Inc.-Made in USA). Wie schmählich sie sich im Stich gelassen fühlten, als die Sowjets aus Afghanistan abgezogen waren, geht aus einem aufschlussreichen Interview hervor, das der damalige Direktor der pakistanischen Geheimdiensts, General Hameed Gul, Ende September der Agentur UPI gab. Als jahrzehntelanger enger Verbündeter der CIA sowie als geheimer Chef der Mujaheddin und Usama Bin Ladins kennt Gul sich auf beiden Seiten der derzeitigen Fronten gut aus: "Als ISI-Direktor hatte ich die Fäden der gesamten Mujaheddin-Bewegung in der Hand. Wir waren alle pro-amerikanisch. Aber die Amerikaner haben uns im Stich gelassen, und alles fiel in Stücke - auch Afghanistan". Als Urheber des Anschlags vom 11. September kommt für den General nur der israelische Mossad in Frage:


"Die Juden stimmten weder mit Bush 41 noch mit Bush 43 (W. ist der 43. Präsident) überein. Sie sorgten dafür, das Bush 41 nicht wiedergewählt wurde - sein Druck für ein "Land-for-Peace"-Programm passte Israel nicht. Genauso wenig wie der junge Bush, der ihnen zu eng mit den Ölinteressen der Golfstaaten verbunden ist. Bush senior und James Baker haben 150 Millionen Dollar Wahlkampfspenden für den Junior eingesammelt, vieles davon aus dem Mittleren Osten und ihren amerikanischen Mittelsmännern. Bush 41 und Baker haben darüber hinaus, als Privatleute, neue strategische Verbindungen zwischen Saudi-Arabien und Iran eingefädelt. Das weiß ich aus Quellen in beiden Ländern. So stellte sich die Aussicht auf Bush 43 für Israel klar als eine Gefahr dar. Die Juden waren verblüfft, wie er sich in Florida die Wahl stahl. Sie hatten viel Geld in Al Gore gesteckt. (..) Jetzt hat Israel der Bush-Familie die lang erwartete Gelegenheit geliefert, Amerikas imperialen Griff auf die Golfstaaten zu verstärken und seine militärische Präsenz auf das Kaspische Meer und Zentralasien auszuweiten. (...)

Die Destabilisierung Pakistans ist Teil des US- Plans, da es ein moslemischer Nuklear-Staat ist. Im Zuge der Containment-Politik soll Pakistan von China isoliert werden - schon in Präsident Nixons Buch "The Real War" steht, dass China die Supermacht des 21. Jahrhunderts würde. Die USA schüren auch Feindschaft zwischen Afghanistan und Pakistan, um die Wahrnehmung umzudrehen, dass die islamische Welt über ihre eigenen Nuklearwaffen verfügt. Bush 43 realisiert nicht, dass er von Leuten manipuliert wird, die etwas von Geopolitik verstehen - er führt nicht, er wird geführt....

Irak wurde in die Kuwait-Falle gelockt, nachdem die USA Saddam zu verstehen gaben, sie seien nicht an seinen innerarabischen Streitigkeiten interessiert. Zwei Tage später marschierte er nach Kuwait, das immer eine irakische Provinz war, bevor es das Britische Empire anders festlegte. Roosevelt stellte für die Japaner die Pearl Harbour Falle auf, die den Grund zum Einstieg in den 2. Weltkrieg lieferte. Und jetzt haben die Israelis den USA den Grund dafür geliefert, sich in die Regionen auszudehnen, die in den nächsten 25 Jahren entscheidend sind - das kaspische Becken."


Soweit die Verschwörungstheorie des Generals Gul, der als Anti-Demokrat, Jihad-Hardliner und Ex-Chef eines gestapo-ähnlichen, heroin-pushenden Geheimdiensts nicht gerade als objektive Quelle gelten kann, doch andererseits als Top-Insider und Experte des schmutzigen Geschäfts auch nicht von vornherein unglaubwürdiger ist als etwa ein Ex-CIA-Direktor. Gul liefert nicht mehr konkrete Beweise für seine Mossad-Spekulation, als der Westen sie für die Al Qaida"-Verschwörung vorweisen kann. Aber dass sein alter Bekannter Bin Ladin diese Operation aus seiner Höhle ferngesteuert haben soll, das scheint ihm völlig unvorstellbar. Wie freilich der Mossad das ganze Schurkenstück eingefädelt haben soll - schließlich soll die Überweisung an den Terrorpiloten Atta von Guls Nachfolger bei der ISI gekommen sein -, darüber lässt der General uns geflissentlich im Dunkeln. So wie CIA und FBI 10 Minuten nach dem Anschlag mit dem Schrei "Bin Ladin!" von ihrer offenbar gewordenen Untätigkeit ablenkten, lenkt er uns mit dem Hinweis "Mossad!" von den Schlampereien und Schurkereien seines eigenen Geheimdiensts ab.

Die geopolitischen Motive und Strategien, die er anführt sind aber dennoch nicht einfach von der Hand zu weisen - wie Seymour Hersh, einer der bestinformierten US-Auslandsjournalisten, im Magazin New Yorker berichtet, planen Pentagon, CIA, Israel und Indien aktuell die Zerstörung von Pakistans Nukleararsenal. An einer solchen Destabilisierung kann das Pakistan kein Interesse haben - und doch ist die Einflußachse CIA-ISI-Usama-Taliban unübersehbar. Wie paßt das alles zusammen ?

Solange wir Begriffe wie "Einflußachse" und lineare Ursache-Wirkungs-Ketten wie "CIA-ISI-Usama-Taliban" nicht stets in Anführungszeichen benutzen, droht immer die eingangs erwähnte Kausalitäts- Falle. Denn auch innerhalb der CIA, der ISI, der Taliban können wiederum Fraktionen bestehen können, die unterschiedliche Strategien verfolgen, und es gibt möglicherweise noch weitere Einflussachsen, die selbst aktiv werden oder die eine oder andere Fraktion für ihre Zwecke instrumentalisieren. So müßte nach der Mossad-Theorie von General Gul der israelische Geheimdienst die ISI unterwandert und Atta & Co. zu der Aktion instrumentalisiert haben - in der islamischen Welt, wo der Mossad ohnehin als Sündenbock Nr. 1 gilt, mag diese Theorie für völlig plausibel gehalten werden, im Westen scheint sie dagegen ziemlich unwahrscheinlich

BBC World, wo anders als bei CNN statt purer Propaganda bisweilen noch das betrieben wird, was man in Friedenzeiten "Journalismus" nennt, hat in den letzten Wochen mehrfach auf die konspirative Gemengelage in Afghanistan aufmerksam gemacht: für 100 Dollar oder eine Ziege wechseln die Verschwörer das Lager. Heute Kämpfer für die Taliban, morgen für die Nordallianz, übermorgen für einen autonomen Patschunen-Clan: "Sie wechseln so häufig die Seiten, dass es schwierig ist, einen wirklichen Unterschied zwischen Nordallianz und Taliban zu erkennen", so der Chef-Reporter. Zumindest optisch wird die Unterscheidung künftig etwas leichter fallen: die Nordallianzler wurden mit nagelneuen amerikanischen Kampfanzügen ausgerüstet. Da die auf das Ursprungsland verweisenden Etiketten allerdings laut BBC herausgetrennt wurden, eignen sich die Uniformen freilich gut für Tauschgeschäfte mit den Taliban, weshalb auch die "Bösen" alsbald in den Uniformen der "Guten" auflaufen werden.

Wo an der Basis derartiges Chaos herrscht, wäre es vermessen, im Überbau der Verwaltung und Führung klare Strukturen und feste Loyalitäten anzunehmen. Dass die pakistanische ISI einerseits die Taliban und Bin Ladin stützt und auch die Ermordung des Nordallianz-Chef Massud inszenierte, scheint offensichtlich; dass die CIA nicht nur Kontakte mit ihrem ehemaligen Söldnerführer Bin Ladin hielt sondern bis vor kurzem auch noch "Pro Taliban" war, scheint ebenso klar. Doch welches Kalkül hat diese Fraktionen dazu gebracht, den WTC-Anschlag auszuführen? Sicher haben Präsident Bush und die CIA als Trittbrettfahrer von dem Anschlag profitiert, sicher hat auch Israel ein Interesse, die USA in einen Krieg gegen Irak und die arabische Welt hineinzuziehen, sicher gibt es mächtige Interessen von UNOCAL, Halliburton und "Wall Street" an einer Pipeline durch Afghanistan, sicher haßt Bin Ladin das US-gestützte Feudalregime seiner Heimat, wo er ohne die Amerikaner als Milliardärssohn heute genauso Präsident sein könnte wie sein Widersacher Bush in den USA - aber sollen wir uns das wirklich so vorstellen, dass eine dieser Fraktionen, von denen jede ein 1a Motiv für den Anschlag hat, im Frühjahr bei Herrn Atta angerufen und den WTC-Job in Auftrag gab ?

Vielleicht bin ich ja immer noch zu sehr Gutmensch, aber soviel Bosheit traue ich weder dem etablierten Herrn Bush noch dem etablierten Herrn Laden noch den anderen Genannten zu - psychologisch scheint mir da die emotionale Eskalation, die maßlose Wut, das enttäuschte Kind zu fehlen. Bei dem von Bush sen. nach dem Motto "Der Mohr kann gehen" auf einen Provinzposten abservierten General Gul, dem ehemaligen geheimen Ober-Chef aller Mujaheddins und Bin Ladins und Heroinfabriken und besten Freund Amerikas, finde ich dagegen diese Enttäuschung. Und da er sicher nicht der einzige ist, und als ehemaliger Pate nach wie vor über professionelle Terror-Verbindungen verfügen dürfte, wäre die WTC-Eskalation auch als purer Racheakt enttäuschter Ex-Generäle vorstellbar.

Jenseits aller offiziellen CIA-ISI-Bin Ladin-Einflussachsen, aber gleichwohl mit deren professionellen Mitteln. Ausgeheckt von alten, enttäuschten Füchsen, erniedrigten Mächtigen, fundamentalistischen Machos, ohne Rücksicht auf Verluste - mit Tätern, rekrutiert aus jener Truppe von "Jihad"-Robots, die von der CIA einst gezüchtet, und in den 90er Jahren Schicksal überlassen wurden. In gewisser Weise wäre dieser Anschlag als Fallout des Kalten Kriegs einzustufen, jener Zeit, in der im heiligen Krieg gegen "Kommunismus" jedes Mittel Recht war, auch Terror und Drogengeschäfte im großen Stil. Und nette Hurensöhne wie General Gul, die man mit ihren marodierenden Terrorkämpfern danach nicht einfach im Regen stehen lassen kann.

Wie auch immer, - auch wenn solche inoffiziellen Querschläger wie etwa ein verletzter Geheimdienstchef die eigentliche Ursache sein sollte und die Vorbereitungen über seine alten Kanäle liefen: sie blieben nicht verborgen. Der Zeitplan des Vorauswissens, den der CIA-Forscher Mike Ruppert auf seiner Seite zusammengestellt hat läßt in Sachen US-Geheimdienste in der Tat nur den Schluss zu: Wenn sie nicht selbst involviert waren, was haben sie währenddessen eigentlich gemacht ?

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Pack schlägt sich ,
Pack verträgt sich: Die Bush-Bin Ladin-Connection


Mathias Bröckers 20.11.2001
The WTC Conspiracy XXII

Die "Saudi Bin Ladin Group", die Investmentfirma von Usama und den 40 Räubern (oder waren es 24 Brüder? - egal...), der Familienclan des angeblichen Topterroristen hat Ende Oktober seinen 2,5 Millionen Dollar-Anteil an der "Carlyle Group" verkauft. Da gerade jetzt die Geschäfte des größten US-Investors in die Rüstungsindustrie prosperieren, können es keine ökonomische Gründe gewesen sein, die die Saudi-Milliardäre zu diesem Schritt bewogen haben. Vielmehr dürften sie von einem der Repräsentanten der Carlyle-Gruppe, George Bush senior, aufgefordert worden sein: gar zu offensichtlich soll die Peinlichkeit der engen Geschäftsverbindungen des Bush- und des Ladin-Clans jetzt nicht werden. Er ist nur die Spitze eines Eisbergs einer langen schattenhaften Verbindung der beiden Familien - und der US-Geheimdienste mit islamistischen Terroristen.

Dass Bush junior das Kapital für seine erste Firma vom US-Vermögensverwalter der Ladin-Familie erhielt, hatten wir schon in den ersten Folgen erwähnt, ebenso wie das Engagement seines Vaters für den Rüstungsinvestor "Carlyle", wo der Ladin-Clan bis vor kurzem ebenfalls engagiert war. Dass Usama in den 80er Jahren als Anführer des saudischen Kontingents in den Jihad gegen die Sowjets in Afghanistan zog und von der CIA ausgebildet und mit Waffen versorgt wurde, ist ebenfalls keine Neuigkeit mehr. Nach der offiziellen Version haben sich die Wege des US-Geheimdiensts und Bin Ladins freilich schon seit über zehn Jahren getrennt, weil dieser gegen die Anwesenheit von US-Truppen auf saudischem Boden opponierte. Auch die Familie hat das schwarze Schaf angeblich verstoßen, das seitdem nach einem Abstecher im Sudan in den Höhlen des Hindukusch sein Unwesen als Terror-Monster treibt.

Nicht erst seit dem Bericht des "Figaro" über Usamas Krankenhausaufenthalt im Juli und den freundlichen Besuchen von Familienmitgliedern (sowohl von der leiblichen Verwandtschaft als auch von der CIA), sind Zweifel an dieser Version der Geschichtsschreibung anzumelden - jetzt tauchten in der BBC-Sendung Newsnight Dokumente auf, die darauf hindeuten, dass das FBI an Ermittlungen gegen die Ladin-Familie gehindert wurde, nach dem 11.9. und auch schon lange davor.

Während in den USA nach wie vor über 1.000 Verdächtige ohne rechtsstaatliches Verfahren gefangen gehalten werden und nach den Plänen der Bush-Regierung künftig per Militärgericht bei Nacht und Nebel verurteilt und sogar exekutiert werden können - während also die Talibanisierung der einst vorbildlichen Bürgerrechte der USA rüde voranschreitet -, reisten wenige Tage nach den Anschlägen in New York elf Mitglieder der Ladin-Familie unbehelligt nach Saudi-Arabien aus. Darunter auch Abdullah Bin Ladin, ein Bruder Usamas, der in einem verschlafenen Vorort Washingtons lebte und dort unter anderem die "World Assembly of Muslim Youth" ( WAMY) leitete.

Obwohl WAMY von den Regierungen Indiens und der Philippinen seit langem als Finanzier und Unterstützer islamistischen Terrors ausgemacht ist, gilt der Verein in den USA als mildtätige "Charity", seine Konten wurden bis heute nicht eingefroren. Dies ist umso erstaunlicher, als eine geheime FBI-Akte, die dem Sicherheitsexperten und Buchautor Joe Trento, ("SECRET HISTORY OF THE CIA") zugespielt worden ist, zeigt, dass vier der mutmaßlichen Hijacker vor dem Anschlag in derselben Straße wohnten, in der auch die WAMY ihr Büro unterhält, ganz in der Nähe des Hauses von Abdullah, in dem auch ein weiterer Ladin Bruder, Omar, lebte. Und dass die Bundespolizei diesen merkwürdigen Verein seit 1996 auf der Liste der Terrorverdächtigen hatte, aber von tiefergehenden Ermittlungen abgehalten wurden. Joe Trento:


"Das FBI wollte diese Leute untersuchen. Es ist nicht so, dass sie daran kein Interesse hatten, sie wollten ermitteln, aber es wurde ihnen nicht erlaubt. Sie hatten Verbindungen zu Usama Bin Ladins Leuten, sie hatten Verbindungen zu muslimischen Kultur- und Finanzorganisationen, die Terroristen unterstützen. Sie passen in das Muster der Gruppen, die die Königsfamilie der Saudis und die 20.000 saudischen Prinzen gegründet haben, und sich für terroristische Aktivitäten engagieren. Nun, weiß ich, ob WAMY irgendetwas Illegales getan hat ? Nein, das weiß ich nicht. Aber was ich weiß ist, dass das FBI schon seit 1996 sehr besorgt über diese Organisation war."


Zu Recht, wie Michael Springman in der Sendung bestätigt, der in den 80er Jahren der Visa-Beauftragte der USA in Saudi-Arabien war und häufig Anweisungen vom State Department unter George Bush sen. erhielt, Visa für Personen auszustellen, die nach den normalen Richtlinien nicht qualifiziert waren. Seine Beschwerden darüber wurden abgeblockt und ignoriert:


"Wogegen ich protestierte, war in Wahrheit die Anstrengung, Rekruten in die USA zu bringen, die von Usama Bin Ladin eingesammelt worden waren und von der CIA terroristisches Training erhielten. Danach wurden sie nach Afghanistan geschickt um gegen die damaligen Sowjets zu kämpfen. Der Anschlag auf das World Trade Center 1993 erschütterte das Vertrauen des State Departments in die Saudis nicht, genauso wenig wie der Anschlag auf die amerikanische Kaserne in Khobar Towers in Saudi Arabien drei Jahre später, bei dem 19 Amerikaner umkamen. Die FBI-Ermittler merkten, dass ihre Untersuchungen obstruiert wurden. Und es ist ja auch keine Überraschung, dass diese FBI-Agenten ziemlich frustriert sein müssen, weil ihnen der Einblick in bestimmte Saudi-Verbindungen verwehrt wird."


Dass Usamas Brüder und ihr mildtätiger Verein zur Förderung der moslemischen Jugend tatsächlich nur wohltätigen Zwecken diente, mag ja sein, doch warum wird die Polizei dann von oben daran gehindert, die Sache unter die Lupe zu nehmen?

In der BBC-Sendung kam auch der Rechtsanwalt Michael Wildes zu Wort, der einen der Kohbar-Bomber vor Gericht vertreten hatte. Ein saudischer Diplomat hatte ihm in diesem Zusammenhang 14.000 Dokumente zugänglich gemacht, die über die Finanzierung von Terrorismus und anderem durch saudische Bürger und Organisationen detailliert Aufschluss gaben. Als Wildes die Unterlagen dem FBI zugänglich machen wollte, erklärten sie ihm, dass sie keine Erlaubnis hätten, die Dokumente zu lesen: "Nehmen Sie alles wieder mit, wir werden Ihnen die Kopien nicht berechnen, behalten Sie sie, oder unternehmen Sie etwas, fangen Sie ein paar bad guys damit", wurde ihm erklärt.

Dass WAMY und Abdullah Bin Ladin in diesen Dokumenten auftauchten, ist ziemlich wahrscheinlich, und so wundert es nicht, dass man die Brüder des Terror-Monsters eine Woche nach dem WTC-Anschlag fröhlich ausreisen ließ und das FBI zurückhielt, etwas zu unternehmen. Denn was hätten die Usama-Brüder nach ihrer Verhaftung getan? Sie hätten wahrscheinlich einen solchen Berg schmutziger Wäsche ausgepackt, dass Bush junior keine drei Tage mehr im Amt zu halten gewesen wäre und zusammen mit seinem Vater gar noch wegen "dealing with the enemy" vors Gericht gekommen wäre, wie weiland Großvater Prescott wegen seiner Geschäfte mit den Nazis.

Den größten Militärauftrag, den die US-Army je im Ausland vergab, erteilte Bush sen. im Zuge des Golfkriegs für die Errichtung und Ausstattung der US-Militärbasen in Saudi-Arabien - sage und schreibe 200 Milliarden Dollar wurden investiert, davon über 65 Milliarden in Anlagen und Bauten.

Hier wiederum kommt der größte Bauunternehmer des arabischen Raums, die Bin Ladin-Gruppe ins Spiel, die einen Teil dieses Großauftrags ausführte. An jener Präsenz amerikanischer Truppen in Saudi-Arabien, die nach der offiziellen Version Usama so empörte, dass sie zu seiner Wandlung zum Terroristen geführt haben soll, hat die Baufirma seiner Familie kräftig mitgearbeitet - und den "heiligen Boden" für amerikanische Rollfelder, Bunker, Häfen und Kasernen betoniert. Als auf die Anlage in Kohbar 1996 der Bombenanschlag verübt wurde, wurde Usama Bin Ladin zwar einerseits als Hauptverdächtiger genannt, den Auftrag für den Bau eines neuen "super-sicheren" Komplexes Kohbar erteilte man aber dann niemand anderem als ... natürlich der Bin Ladin Group ( Verdächtige Geheimniskrämerei).

Pack schlägt sich - Pack verträgt sich, kann man da nur sagen, denn zur selben Zeit saß Usama im Sudan und hätte, wie der damalige sudanische Verteidigungsminister, General Erwa, der Washington Post mitteilte, 1996 in die USA ausgeliefert werden können. Doch Washington lehnte das Auslieferungsangebot des Sudans ab - bei einer Auslieferung fürchteten die USA Aufstände gegen das Königshaus in Saudi-Arabien und empfahlen dem Sudan deshalb, Bin Ladin zur freiwilligen Ausreise aufzufordern. Als man den Amerikanern mitteilte, dass er nach Afghanistan gehen wolle, teilten die US-Offiziellen General Erwa mit: "Lasst ihn gehen!" Nachdem er dann definitiv ausgereist war, ließ Clinton auf der Pseudo- Jagd nach Usama dann eine Aspirinfabrik im Sudan bombadieren...

Die Washington Post kommentiert dieses Verhalten mit den sinistren Zeilen: "Es gab Anfänge einer Diskussion, die später intensiviert wurde, ob die Vereinigten Staaten Bin Laden verfolgen und anklagen, oder ihn wie einen Mitstreiter in einem Untergrundkrieg behandeln sollten."

Ganz offensichtlich hat man sich bei dieser "Diskussion" damals für Letzteres entschieden: to treat him like a combattant in an underground war. Und nichts anderes als ein solcher Kombattant ist er bis heute - seine Terror-Truppen wurden im Kosovo und in Mazedonien für die amerikanischen Untergrund-Interessen eingesetzt, sie waren in Tschetschenien und anderen Ex-Sowjet-Republiken aktiv. Und jetzt bietet der Meister selbst den 1a-Anlass für einen illegalen Öl-Krieg gegen Afghanistan, obwohl er vermutlich schon längst von dort verschwunden ist.

Haben die US-Offiziellen, als im Sommer die Vorbereitungen des WTC- und Pentagon-Anschlags in die heiße Phase kamen und ruchbar wurden, genauso reagiert wie 1996, als sie dem auslieferungswilligen Sudan in Sachen Bin Ladin mitteilten: "Lasst ihn gehen!" Wurden die Ermittlungen des FBI gegen Usamas Brüder und ihre dubiose WAMY seitdem unterbunden, um den Kombattanten im Untergrundkrieg nicht zu gefährden? Wurden Hinweise fremder Geheimdienste, dass die auch vom FBI observierten Flugschüler Atta & Co den Großanschlag auf das WTC planten, vielleicht mit der internen Mitteilung beschieden : "Lasst sie machen!"?

Dass zehn Minuten nach dem Anschlag die Verschwörungstheorie "Bin Ladin" und die Spur "Afghanistan" in die Welt gesetzt und seitdem nicht durch irgendeinen Beweis, sondern nur durch penetrante Wiederholung in den Rang einer Tatsache gehoben wird - während nur 10 Meilen vom Pentagon entfernt die für den Luftraumschutz des Regierungsviertels zuständige Air-Force-Staffel am Boden bleibt und die Hijacker noch eine gemütliche Anflugsrunde drehen lässt, bevor er zielgenau das Gebäude treffen konnte - all dies spricht eher für ein abgekartetes Spiel, als für eine Kette tragischer Zufälle ...

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In Memoriam
John O'Neill - der kaltgestellte Jäger Bin Ladins starb im WTC


Mathias Bröckers 24.11.2001
The WTC Conspiracy XXIII


Dass die US-Bundespolizei FBI an tiefergehenden Ermittlungen gegen das Netzwerk von Bin Ladin spätestens seit 1996 gehindert wurde und seine in den USA lebenden und seit langem auf der Liste der Terrorverdächtigen stehenden Brüder nach dem 11.9. problemlos ausreisen konnten, hatten wir in der letzten Folge berichtet. In einem Anfang der Woche in Frankreich erschienen Buch der beiden Geheimdienst-Experten und Betreiber von Intelligence Online, Jean-Charles Brisard und Guillaume Dasquie, - "Bin Laden - la verite interdite" - wird diese verbotene Wahrheit bestätigt: der seit 1993 mit den Ermittlungen gegen Bin Ladin betraute Abteilungsleiter des FBI, John O'Neill, trat im August dieses Jahres aus Protest gegen diese Behinderungen zurück.

"Das größte Hindernis bei den Ermittlungen gegen islamistische Terroristen" , so O'Neill gegenüber den Autoren, "waren die Interessen der US-Ölkonzerne und die Rolle Saudi-Arabiens." Dass O'Neill nach seinem Rücktritt als Polizeidirektor den Posten als Sicherheitschef des World Trade Center annahm und bei dem Anschlag am 11.9. ums Leben kam, klingt wie ein Hollywood-Plot, ist aber tragische Realität. Die Autoren haben ihr Buch John O'Neill gewidmet.

In einer Besprechung faßt Julio Goday einige Thesen von Brisard und Dasquie zusammen:

"Die Autoren schreiben, dass es das Hauptziel der USA war, das Taliban-Regime zu konsolidieren und sich so den Zugang zu den zentralasiatischen Ölreserven zu sichern. Bis Anfang August 2001 sahen die USA die Taliban als "eine Quelle der Stabilität in Zentralasien, die den Bau einer Pipeline ermöglichen würde, die die Ölfelder Turkmenistans, Kasachtans und Usbekistans durch Afghanistan und Pakistan mit dem Indischen Ozean verbindet." Bisher, so heißt es weiter, "wurden die Ölreserven Zentralasiens von Rußland kontrolliert. Das wollte die Bush-Regierung alles ändern." Doch konfrontiert mit der Weigerung der Taliban, auf die US-Konditionen einzugehen, "wandelten sich", so die Autoren, " die energiepolitischen Anstrengungen in militärische." An einem bestimmten Punkt der Verhandlungen, so Brisard in einem Interview in Paris, "sagten die US-Vertreter den Taliban: Entweder ihr akzeptiert unser Angebot eines Teppichs aus Gold, oder wir begraben euch unter einem Teppich aus Bomben."

Der Bombenteppich konnte mittlerweile, dem WTC-Anschlag sei dank, problemlos ausgelegt werden - da half es auch nichts mehr, dass sich die Taliban im Frühjahr zur Aufpolierung ihres Images eine PR-Repräsentatin in Washington zugelegt hatten. Nicht zwei bärtige "Assassinen" mit Fielmannbrille bzw. Augenklappe wie die Botschafter in Pakistan, sondern die professionell fesche Laila Helms, Tochter eines afghanischen Ex-Ministers und Nichte des ...oops... ehemaligen CIA-Direktors Richard Helms. Sie wird von Brisard und Dasquie als eine Art Mata Hari porträtiert, die die Händel zwischen Taliban und CIA seit Beginn des Jahres inoffiziell orchestrierte. Helms brachte den engsten Berater des Talibanführers Mullah Omar nach Washington, um auf höchster Ebene zu verhandeln.

Durch das Embargo der UN waren die Taliban seit Jahresbeginn unter immer stärkeren ökonomischen Druck geraten. Sofort nach Bushs Machterschleichung hatte die US-Administration die Anstrengungen in Sachen Taliban und Pipeline forciert. Unter Schirmherrschaft der UN und des persönlichen Referenten von Kofi Anan, Francesc Vendrell, fanden seit Anfang des Jahres einige diskrete "6+2" Verhandlungsrunden statt , bei denen die sechs Nachbarländer mit den USA und Russland die Situation Afghanistans diskutierten.

Bei einigen dieser Treffen waren auch Vertreter der Taliban anwesend, so auch während eines Treffens im Juli in Berlin, bei dem sich nach Angaben des ehemaligen pakistanischen Außenministers Naif Naik, die Diskussion auf die "Bildung einer Regierung der nationalen Einheit" zuspitzte: "Wenn die Taliban dem zugestimmt hätten, wäre sofort ökonomische Hilfe geflossen." Und, so fügte Naik in einem Interview im französischen TV hinzu, "die Pipelines aus Usbekistan und Kasachtan hätten kommen können." Der Chefverhandler der USA bei diesen Meetings, Tom Simons, soll den den Taliban und Pakistan ganz offen gedroht haben: "Entweder die Taliban verhalten sich, wie es von ihnen verlangt wird, oder Pakistan überzeugt sie, dies zu tun, oder wir werden eine andere Option wählen. Die Worte, die Simons in diesem Zusammenhang benutzte, waren "eine militärische Operation". Soweit der pakistanische Außenminister über die Verhandlungsrunden, die im Juli auf der Kippe standen und am 2. August, nach einem letzten Treffen von Talibanvertretern mit der US-Botschafterin Christine Rocca , abgebrochen wurden. Im Februar hätten die Taliban noch angedeutet, dass sie Bin Ladin unter Umständen ausliefern würden, aber im Juni, so Brisard und Dasquié, begannen die USA über militärische Aktionen nachzudenken.

Waren es im Februar 2001 immer noch dieselben Überlegungen wie 1996, als der Sudan angeboten hatte, Bin Ladin auszuliefern, und die US-Regierung darauf verzichtete, da sie sich, so die Washington Post entschied "to treat him like a combattant in an underground war", ihn also als nützlichen Mitstreiter in ihrem Untergrundkrieg weiter zu benutzen? Waren es dieselben Überlegungen, die dazu geführt hatten, das FBI bei der Untersuchung der Bombenanschläge auf die Khobat Towers in Saudi Arabien 1996 und die USS Cole im Jemen 1998 zurückzuhalten ? Ebenso wie bei Ermittlungen gegen die in USA lebenden Mitglieder des Ladin-Clans und ihre Aktivitäten für "wohltätige" Vereine? War der "Top-Terroristenjäger der USA" (New York Post) John O'Neill diese verordnete Inaktivität im Juli 2001 einfach so leid, dass er als Veteran mit 30 Dienstjahren das Handtuch schmiss?

Anfang des Jahres hatte die US-Botschaft in Jemen seine Rückkehr ins Land zu weiteren Untersuchungen blockiert - u.a. im Heimatort von Bin Ladins Vater, aus dem einer der Selbstmordattentäter auf das Kriegsschiff "Cole" kam - aus "diplomatischen Gründen", weil seine Ermittler sich "wie Rambos" aufführen würden.

"Ich wollte kein Terrorist sein, der von ihm gejagt wird, ich habe erlebt, wie er Himmel und Erde in Bewegung setzt" , bekundete der Anti-Terror-Chef des britischen Scotland Yard in einem Nachruf auf den international geschätzten Kollegen. Ein harter Hund also, dieser John O'Neill, genau der richtige für die Jagd auf fanatische Terroristen - solange sie nicht unter den Fittichen der CIA und der Öl-Diplomatie stehen. Aufgrund seiner "Dickköpfigkeit" und "Aggresivität" sei er des öfteren mit den Geheimdiensten und dem State Department aneinandergeraten, berichtete die New York Times bei seinem Rücktritt im August, der von einer internen Ermittlung gegen O'Neill überschattet war:

Bei einem Meeting in Florida hatte er im Hotel eine Aktentasche mit sensiblen FBI-Unterlagen vergessen, die verschwunden war, am nächsten Tag aber unbeschadet wieder auftauchte. Obwohl er seinen Fauxpas sofort gemeldet hatte, wurden die Ermittlungen gegen ihn an die große Glocke gehängt - eine "Schmierenkampagne", wie viele seiner Kollegen meinten, denn O'Neill war, ohne dass er sich darum gedrängt hätte, für den Posten eines Nationalen Sicherheitsberaters vorgeschlagen worden. So reichte es dann, nach einer glanzvollen FBI-Karriere und mit 50 im besten Alter, nur zum Security Chef der Twin Towers, wo er am 1. September seinen Dienst antrat. Nach dem Einschlag des ersten Flugzeugs telefonierte er mit seinem Sohn, dass er im Freien und in Sicherheit sei - dann ging er wohl in das Gebäude zurück, um bei der Rettung zu helfen und kam ums Leben. Seine Überreste wurden mittlerweile geborgen.

Wenn Oliver Stone, der schon die Kennedy- und die Watergate-Verschwörung dokumentierte, auch die WTC-Conspiracy zu einem Film macht, er fände in George W. Bush, der auf dem Ticket der Terroristenjagd Ölkrieg führt, und in John O'Neill, dem kaltgestellten wirklichen Jäger Usama Bin Ladins, zwei überaus geeignete Protagonisten.


|  teil 24 bis 45  |

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